2750 Euro für sterbende Kinder

Rotary Club Eschwege sammelt Spenden für Kleine Riesen Nordhessen

Ein Teil des Spendenteams vom Rotary Club Eschwege: (von links) Präsident Christian Köhne, Thorsten Berneburg, Ellen Berneburg, Sabina Brencher und Claudia Bommhardt.
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Ein Teil des Spendenteams vom Rotary Club Eschwege: (von links) Präsident Christian Köhne, Thorsten Berneburg, Ellen Berneburg, Sabina Brencher und Claudia Bommhardt.

Der Rotary Club Eschwege hat 2750 Euro an Spenden gesammelt für die Kleinen Riesen Nordhessen. Ein Kinder-Palliativ-Team, das sterbenskranke Kinder. Jugendliche und junge Erwachsene bis zu ihrem Tod begleitet.

Eschwege – Sie sind da, wenn man selbst keine Kraft, keine Hoffnung mehr hat. Das Kinder-Palliativ-Team der Kleinen Riesen Nordhessen begleitet und betreut sterbenskranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen bis zu ihrem Tod mit einem festen Team – wenn es sein muss, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Sie geben nicht nur den Patienten Kraft, sondern auch den Elten, Geschwistern, Angehörigen.

So soll das bestmögliche Maß an Lebensqualität, Selbstbestimmung und Würde in dieser schwierigen Lebenssituation erreicht werden. Diese Arbeit kostet nicht nur Energie, sondern auch Geld. Der Rotary Club Eschwege hat auf dem Eschweger Wochenmarkt am Samstagmorgen deswegen Spenden gesammelt. 2750 Euro sind zusammengekommen.

Spendensumme geht ohne Abzüge an den Verein

Die Spendensumme geht ohne Abzüge direkt an den gemeinnützigen Verein „Kleine Riesen Nordhessen“, der Träger des Kinder-Palliativ-Teams Nordhessen ist. Das ambulante Team ist zuständig für den Regierungsbezirk Kassel und die angrenzenden Landkreise. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über ein großes Territorium von Bad Karlshafen im äußersten Norden bis Fulda im Süden, von Eschwege im Osten bis Korbach im Westen. Eine Region, die insgesamt sieben Landkreise und zwei Großstädte erfasst. Für den Raum Eschwege gehört beispielsweise Dr. Andrea Aschenbrenner, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin sowie Palliativmedizinerin, zum Team.

Ziel des 2014 gegründeten Vereins ist es, durch den Aufruf zu Spenden und bürgerschaftlichem Engagement das bestehende Versorgungsnetz auszubauen, um eine umfassende Betreuung am Lebensende für alle schwerstkranken Kinder in Nordhessen zu gewährleisten. Der katholische Bischof Michael Gerber (Bistum Fulda) ist Botschafter des Vereins. Er erklärt, warum das Sterben von Kindern noch immer ein Tabuthema ist: „Es ist für Menschen sehr schwierig zuzulassen, dass ihre eigenen Kinder vor ihnen sterben. Wir werden damit auf die Zerbrechlichkeit des Lebens gestoßen – auch das Umfeld der betroffenen Familien. Damit konfrontiert zu werden, ist schwer auszuhalten.“ Er habe enormen Respekt vor Eltern, die solche Herausforderungen bewältigen.

Der Rotary Club Eschwege hat zum wiederholten Mal für die Kleinen Riesen gespendet.

Der Rotary Club Eschwege hat zum wiederholten Mal für die Kleinen Riesen gespendet. In diesem Jahr haben die Mitglieder und ihre Partnerinnen wieder ihre Mistelaktion zum Akquirieren der Spenden genutzt. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, das Engagement der Kleinen Riesen zu unterstützen, sagt Dr. Christian Köhne, aktueller Präsident des Rotary Clubs Eschwege. In diesem Jahr waren die Wochenmarktbesucher besonders bereitwillig. Die 2750 Euro Reinerlös bedeuten gleichzeitigen einen neuen Rekord für die in sechster Auflage stattfindende Aktion. Viele Spender hatten schon darauf gewartet, dass die Mistelaktion wieder stattfindet, nachdem sie im vergangenen Jahr pandemiebedingt ausgefallen war. In diesem Jahr wurden die Misteln unter den geltenden Hygieneauflagen zunächst eigenhändig geerntet und gegen einen Obolus an die Passanten abgegeben. „Wir danken allen Besuchern sehr herzlich für ihre Spendenbereitschaft und allen Helfern für die tatkräftige Unterstützung“, sagt Köhne. kleine-riesen-nordhessen.de (Tobias Stück)

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