Ich glaub' ich krieg' die Krätze !“ ...

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Viele Jahre lang war das bloß ein lockerer Spruch, um eine ablehnende Haltung und Unbehagen auszudrücken. Die Erkrankung Krätze (lat. Scabies) war in Deutschland kaum noch existent. Doch das hat sich in den letzten Jahren gewandelt.

Scabies ist eine stark juckende, ansteckende Hauterkrankung, die durch die Krätzmilbe hervorgerufen wird. Krätzmilben sind winzige (< 0,5 mm große) Spinnentiere, ähnlich wie Hausstaubmilben oder Zekken. Sie leben als Parasiten und benötigen einen Menschen als Wirt. Nach der Paarung buddeln sich die Weibchen unter die Hautoberfläche und graben dort bis zu ihrem Tod nach 4 - 6 Wochen mehrere Zentimeter lange Gänge. Dort legen sie täglich Eier und hinterlassen Kot, der allergische Reaktionen hervorrufen kann. Vor allem in der nächtlichen Bettwärme tritt hierbei ein starker Juckreiz auf. Die geschlüpften Larven wandern wieder an die Hautoberfläche, wo sie sich in Falten zu Nymphen und nach 2 – 3 Wochen zu geschlechtsreifen Milben entwickeln.

Da Krätzmilben auf Bettwäsche etc. maximal 48 Stunden überleben können, verbreiten sie sich bevorzugt durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch. Beschwerden treten erst 2 – 6 Wochen nach einer Infektion auf. Während dieser Zeit können jedoch weitere Personen infiziert werden. Auch bei Haustieren gibt es eine ähnliche Erkrankung, die sogenannte Räude. Allerdings wechseln Milben nur ungern die Art des Wirts, so dass es nur selten zur Übertragung von Tier zu Mensch kommt.

Wie aber erkennt man Scabies?

Zunächst einmal tritt der starke Juckreiz vor allem nachts auf. Zweitens bevorzugen Krätzmilben warme und dünne Hautstellen, wie z.B. zwischen Fingern und Zehen, an Handgelenken und Knöcheln, in Achseln und Leisten, Ellenbogen, Brust, Nabel, Anal- und Genitalbereich etc. Neben Rötungen können sich Bläschen, Knötchen oder Krusten bilden. Es kann sich um einzelne oder gruppierte Erscheinungen handeln. Durch Kratzen können zusätzlich eitrige Entzündungen entstehen.

Besteht ein Verdacht, sollte man umgehend den Hausarzt aufsuchen und enge Kontaktpersonen verständigen. Diese sollten mitbehandelt werden. Nur in Gemeinschaftseinrichtungen ist eine Infektion meldepflichtig. Daher sind die offiziellen Fallzahlern niedriger als die tatsächliche Verbreitung.

Wie wird Scabies behandelt? (So bereitet man dem Juckreiz ein Ende)?

In der Regel wird zunächst äußerlich behandelt und zwar am Besten am Abend. Idealerweise kürzt man die Fingernägel, desinfiziert die Nagelschere (!), duscht oder nimmt ein Bad, trocknet sich ab und wartet etwa eine Stunde mit dem Auftragen der Creme, damit die Körpertemperatur sich normalisiert. Dann wird eine milbentötende Creme oder Lotion, z.B. mit Permethrin, Benzylbenzoat oder Crotamiton gleichmäßig über den gesamten Körper inklusive Handflächen und Fußsohlen verteilt. Hierbei ist die vorgeschriebene Einwirkzeit (z.B. über Nacht) zu beachten. Erst danach kann man wieder duschen. Bei Permethrin reicht eine Einmalbehandlung, andere Zubereitungen müssen 3 – 5 Tage hintereinander aufgetragen werden.

Auch Tabletten gegen Scabies gibt es mittlerweile auf Rezept. Wenn es einige Tage nach der Behandlung immer noch juckt, so ist dies meist auf den zurückgebliebenen Milbenkot zurückzuführen. Dieser Juckreiz ist jedoch gut behandelbar. Spätestens nach 14 Tagen sollte eine erneute Kontrolle durch den Arzt erfolgen.

Besonderes Augenmerk gilt der Hygiene: Kleidung und Textilien, die nicht bei 60° C waschbar sind, können 4 Tage in einen verschlossenen Plastiksack gelegt werden, um eine erneute Ansteckung zu verhindern.

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