Rückenfitness schon im Kindergarten

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Bilder von der Bandscheibe: Die Kinder vom Kindergarten Kniephörnchen lernten in einer Rückenschule alles zum Thema Rückengesundheit. Ute Bax (von links) sowie Julia Gerstenberg und Melanie Böttner malten mit den Kindern auch glückliche Bandscheiben.

Wendershausen. Mit einer Rückenschule beugt der Kindergarten Kniephörnchen in Wendershausen schon bei den Jüngsten späteren Problemen vor.

Das Ziel des Kindergartens Kniephörnchen in Wendershausen: Vorbeugen von Rückenproblemen. Dafür haben die Kinder unter Anleitung von Melanie Böttner und Julia Gerstenberg von der Physiotherapie-Praxis Propf in einer Rückenschule die Wirbelsäule, richtiges Sitzen und viele Übungen für einen gesunden Rücken kennengelernt.

In zehn Unterrichtsstunden zeigte die Physiotherapeutin Böttner den neun Kindern anhand des Anatomie-Skeletts „Herbert“ und anhand von Bildern, wie eine Wirbelsäule aussieht und wie die Bandscheiben, „Bandschis“ von den Kindern genannt, arbeiten.

Am letzten Schulungstag prüfte die Kindergarten-Leiterin und Erzieherin Ute Bax das neue Wissen der Kinder. „Wann sind die Bandschis am glücklichsten?“, rief sie in die Runde. „Wenn der Rücken gerade ist!“, antworteten die Kinder und zeigten auch gleich, wie man auf einem Stuhl, einem Sitzwürfel und einem Sitzball richtig sitzen kann, ohne einen krummen Rücken zu machen.

Gesund vom Kopf bis Fuß

Die Rückenschule ist das erste Projekt des Wendershäuser Kindergartens für die Rückengesundheit der Kniephörnchen. „Bevor sie eine schlechte Haltung annehmen und dadurch Probleme mit dem Rücken bekommen, wollen wir ihnen zeigen, wie man Schäden vorbeugen kann“, sagt Ute Bax. Der Kindergarten setzt sich mit Projekten wie der Rückenschule und zuckerfreier Vormittage, in denen die Kinder nur ungesüßten Tee und Wasser trinken sowie Früchte essen, für die Gesundheit ihrer Schützlinge ein.

Gefördert wird das Projekt zur Rückenprävention von der BKK Werra-Meißner. „Eigentlich hatten wir wegen Informationen zur Fachliteratur angefragt, aber daraus hat sich die Unterstützung durch die Krankenkasse entwickelt“, sagt Bax. Dadurch sei die Rückenschule auch kostenfrei für die Eltern. Die BKK habe zudem den Kontakt zu der Physiotherapie-Praxis Propf aus Kammerbach hergestellt.

Spielerische Übungen

Die Vertreterin der Praxis, Melanie Böttner, übte mit den Kindern in Bewegungsspielen, wie man einen kräftigen und geraden Rücken bekommt. Am liebsten spielten die Kinder das Singspiel „Hokus Pokus Fidibus“: In dem Lied massiert eine Zauberin einem Zauberer den Rücken. Mit den einzelnen Liedzeilen lernten die Kinder einige Handgriffe zum Massieren eines Mitmenschen. Aber auch im gemeinsamen Spiel stellten die Kinder sehr gerne die Gangart verschiedener Tiere nach und strecken und dehnten ihren Körper. Am Ende der Rückenschule erhielten die Kinder eine Urkunde sowie eine Medaille von der Rücken-Expertin Böttner.

Von Margarete Leissa

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