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Nonnenpfad führt auf sechs Kilometern rund um Unhausen

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Von: Emily Spanel

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Rundweg Nonnenpfad: Holzbank mit Blick ins sonnige grün in Unhausen.
Herrliche, weite Blicke bietet der neu eröffnete Rundwanderweg „Unhäuser Nonnenpfad“. Auf den knapp sechs Kilometern lässt es sich hervorragend auf Ruhebänken rasten.  ©  Ortsbeirat Unhausen

Unhausen hat einen neuen Rundwanderweg: Nonnenpfad ist eröffnet.

Unhausen – Seinen Namen verdankt Unhausen den Nonnen, die einst hier lebten. Als „Nonhausen“ – auch „Nonnenhausen“ – wird der Ort 1543 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Allzu verständlich also, dass der jüngst neu eröffnete Rundwanderweg in Anlehnung an die Historie des Herleshäuser Ortsteils „Unhäuser Nonnenpfad“ getauft wurde.

Über knapp 5,8 Kilometer führt der Weg durch die idyllische Unhäuser Flur und die umliegenden Wälder. Diverse Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein. „Die Ruhe des Waldes lässt sich ebenso genießen wie der Blick auf Brandenburg und Wartburg“, teilt Juliane Hohlbein für den Ortsbeirat Unhausens mit.

Unhausen: Wanderweg eröffnet

Errichtet wurde der Unhäuser Nonnenpfad komplett in Eigenleistung. Die Organisation oblag den Mitgliedern des Ortsbeirats: Ortsvorsteher Bernd Nölker sowie Klaus Eisenträger, Wolfgang Busch, Frank Scholze und Juliane Hohlbein. Selbstverständlich leisteten die Unhäuser tatkräftige Unterstützung. „Ein Dank geht auch an die Firma Rabe-Metallbau aus dem Ringgauer Ortsteil Röhrda, die die Befestigung für die Ruhebänke gespendet hat“, sagt Juliane Hohlbein.

Zur Eröffnung am vergangenen Wochenende hatte der Ortsbeirat die Unhäuser zum gemeinsamen Wandern eingeladen; im Anschluss gab es Kaffee und Kuchen auch für alle, die an der Wanderung nicht teilnehmen konnten.

Nonnenpfad: Rundwanderweg in Unhausen eröffnet

Und was hat es nun mit der Nonne auf sich? Ganz einfach: Alten Sagen zufolge war der Ort ursprünglich nordwestlich des jetzigen Unhausens gelegen. Nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg wurde der Ort an seinem heutigen Standort um ein Nonnenkloster neu errichtet. Dieser Nähe zum Kloster verdankt Unhausen wahrscheinlich seinen Namen: Auf Platt sprechen die Leute noch heute von „Nonnhüsen“.

An diese – leider nicht belegte – Entstehungsgeschichte erinnert auch die bereits im Jahr 2019 aufgestellte Nonnenskulptur in der Ortsmitte. Passend dazu gibt es nun eben den „Nonnenpfad“, der zufälligerweise auch rund um die ursprüngliche Ansiedlung „Altenhausen“ verläuft.

Von Emily Hartmann

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