Straßenmeisterei im Werra-Meißner-Kreis

Hochsaison beim Winterdienst: So läuft die Arbeit im Werra-Meißner-Kreis ab

Sascha Salzmann vor dem Salzberg: Der Leiter der Straßenmeisterei Meißner macht mit seinem Team und Kollegen in Witzenhausen und Ringgau die Straßen des Werra-Meißner-Kreises sicher.
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Sascha Salzmann vor dem Salzberg: Der Leiter der Straßenmeisterei Meißner macht mit seinem Team und Kollegen in Witzenhausen und Ringgau die Straßen des Werra-Meißner-Kreises sicher.

Sie sichern die Straßen des Werra-Meißner-Kreises zwar das ganze Jahr über, der Winter ist für die Straßenmeistereien aber ein absoluter Arbeitshöhepunkt.

Werra-Meißner – Kaum ist der Schnee gefallen und bedeckt die Straßen, ist er auch schon wieder weggeräumt. Salz ist gestreut. Die Straße gesichert. Die bis zu 25 Tonnen schweren Räumfahrzeuge des Winterdienstes sind nahezu rund um die Uhr im Einsatz. Der Leiter der Straßenmeisterei Meißner, Sascha Salzmann, stellt uns seine Arbeit vor.

„Unsere Frühschicht beginnt im Winter um 2.30 Uhr. Bis zum Berufsverkehr ab 7 Uhr müssen alle Straßen geräumt und Salz gestreut sein“, erklärt Sascha Salzmann. Die Spätschicht dauert bis 22 Uhr. Gestreut wird ab zwei Grad plus. Gemeinsam mit den beiden Straßenmeistereien in Ringgau und Witzenhausen macht sein Team die Straßen des Werra-Meißner-Kreises sicher.

Die Gebiete haben sie aufgeteilt. Salzmanns Team ist zuständig für ein gut 28 Kilometer langes Autobahnstück (A44) von Waldkappel nach Hessisch Lichtenau, den Hohen Meißner bis Bad Sooden-Allendorf, Eschwege, Hitzerode und Walburg. Insgesamt fahren seine Mitarbeiter eine Strecke von 266 Kilometern ab – mehrmals täglich.

Winterdienst: Mit bis zu 25 Tonnen bei Schnee und Glätte die Berge runter

Die mit Allrad, Schnee- und sogar Unterwurfketten ausgestatteten Räumfahrzeuge trotzen dabei auch den härtesten Winterbedingungen. Brenzlig kann es im bergigen Werra-Meißner-Kreis dennoch werden, sagt Salzmann. „Auch wir müssen mit unseren großen Fahrzeugen bei Schnee und Glätte die Berge runter. Wenn wir kommen, hat noch niemand gestreut“, erklärt der Straßenmeister. Mit jahrelanger Erfahrung hinter dem Steuer der schweren Lkws könnten die Mitarbeiter die Situationen aber meist problemlos händeln.

Herausfordernd sei es aber immer wieder, wenn andere Autofahrer in den engen Straßen von Ortslagen so parken, dass größere Fahrzeuge – insbesondere das gut 25 Tonnen schwere Räumfahrzeug mit dem bis zu 3,5 Meter breiten Pflug – kaum noch vorbei kommen. „Wir mussten die Leute schon nachts raushupen, damit jemand kommt und das Auto wegfährt“, erzählt Salzmann aus dem Arbeitsalltag. Im Notfall müsse man sogar umdrehen und einen anderen Weg suchen.

So ist es aber nicht nur in den Städten, das kam in den vergangenen Wochen auch häufiger am Hohen Meißner vor, als der Besucherandrang besonders hoch war. Die Straßen waren regelrecht verstopft. „Einmal haben wir über eine Stunde gebraucht, nur um über den Meißner zu kommen“, berichtet Salzmann. „Jetzt mit den Maßnahmen und Kontrollen klappt es aber wieder super.“

Was macht der Winterdienst eigentlich im Sommer?

Aber was macht der Winterdienst eigentlich im Sommer? „So gut wie alles, was mit der Straßensicherheit zu tun hat“, bringt es Salzmann auf den Punkt. Die Arbeiten reichen dabei von Grün- und Gehölzpflege sowie dem Zurückschneiden von Ästen an und über den Straßen, wenn sie eine akute Gefährdung darstellen, bis zum Auffüllen von Schlaglöchern und Flickarbeiten auf den Straßen und Wartungsarbeiten.

Auch die Beschilderung und Absicherungen von Baustellen oder Unfällen gehören zum täglichen Geschäft. Das alles sind aber nur die Arbeiten, die man von außen sieht. Viel passiere auch hinter den Kulissen im Innendienst, der etwa Kunden betreut, Anfragen einholt und Genehmigungen erteilt.

Trotzdem seien die Wintermonate der Höhepunkt des Jahres, wo auch viele Stunden angesammelt werden, die man in den Sommermonaten nach und nach wieder abbaut. „Die Arbeit bietet viel Abwechslung und man trägt Verantwortung“, sagt Salzmann, der den Beruf nun schon seit 1994 ausübt. „Es ist mein Traumjob.“ (Von Jessica Sippel)

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