Frischer Wind

Neue Kita-Leiterin in Berkatal: Saskia Flügel lebt ihren Traumberuf

Eine Frau mit kurzen Haaren und einer gelben Jacke steht vor einem Kindergarten.
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Saskia Flügel hat die Leitung des Kindergartens Berkatal übernommen. Mit Kindern arbeiten wollte die 33-Jährige schon immer.

Saskia Flügel hat die Leitung des Kindergartens Berkatal übernommen. Mit Kindern arbeiten wollte die 33-Jährige schon immer.

Berkatal – Wenn Saskia Flügel morgens an die Arbeit geht, dann freut sie sich am meisten auf die Arbeit mit den Kindern. „Kein Tag ist wie der andere. Es war immer mein Wunsch, mit Kindern zu arbeiten“, sagt sie. Seit 12 Jahren ist sie schon Erzieherin im Kindergarten Berkatal – und das mit Leib und Seele. Selbst nach dieser Zeit merke die 33-Jährige immer wieder: „Ja, das ist mein Beruf.“ Jetzt kommen auf Saskia Flügel weitere Herausforderungen zu. Denn sie hat die Leitung der Einrichtung in Berkatal übernommen und tritt damit in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin Waltraud Schößler, die sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

„Ich habe Frau Schößler schon zuvor ab und zu vertreten. Aber nun dauerhaft die volle Verantwortung alleine zu tragen, ist schon etwas anderes“, sagt Saskia Flügel. Sie blickt den neuen Aufgaben mit Respekt entgegen, besonders aufgrund der aktuellen Coronasituation und wegen des personellen Engpasses. Saskia Flügel weiß aber auch, dass es von Vorteil ist, dass sie die Kinder, Eltern sowie die Kolleginnen schon so gut kennt und zwölf Jahre Berufserfahrung mitbringt.

Nähe trotz Coronakrise

„Ein bisschen muss ich mich aber noch einfuchsen“, sagt sie. Schwierig gestaltet sich die Arbeit mit den Kindern derzeit insbesondere durch die Coronakrise. Das soziale Miteinander fehle, die Kinder vermissen ihre Freunde, erzählt Flügel, denn einige würden wegen der Corona-Empfehlungen seit Dezember dauerhaft zu Hause betreut. Abstand einhalten werde, wo es geht, umgesetzt. Das sei aber nicht immer einfach und auch nicht immer möglich. „Die älteren Kinder verstehen das schon sehr gut. Aber vor allem in der Krippe bei den Kleinen gehört Körperkontakt einfach dazu“, erklärt Flügel.

Auch dass in der Kita nicht gesungen werden darf, wirke sich auf den Alltag aus – insbesondere da der Kindergarten als musikalische Kita mit dem Caruros-Zertifikat ausgezeichnet wurde, eine bundesweite Initiative des Deutschen Chorverbands.

Feiertage ohne Festtagsgesang

Tägliche Singkreise in der üblichen Form können nicht stattfinden, das Singen fehlte auch beim Laternenumzug und in der Weihnachtszeit. Auch Geburtstage müssen derzeit in abgespeckter Version gefeiert werden, erklärt Flügel. Nichtsdestotrotz macht das Berkataler Kita-Team das Beste aus der Situation, es bringe nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, sagt die neue Kita-Leiterin.

Corona zum Trotz: Saskia Flügel erfüllte sich ihren Wunschberuf. Schon in ihrer Jugend habe sie gerne auf ihre Cousinen und Cousins aufgepasst, ihre Schulpraktika absolvierte sie ebenfalls in Kitas. „Das Arbeiten mit Kindern gibt einem sehr viel.“ Trotzdem überlegte sie es sich nach der Schule genau, ob sie die Ausbildung überhaupt einschlägt. Denn eine schulische Ausbildung über fünf Jahre ohne Bezahlung sei für viele Schulabgänger – trotz des tollen Berufes im Anschluss – nicht sehr attraktiv. „Das ist schade“, sagt sie. Auch Schulgeld musste sie damals bezahlen. Saskia Flügel, die ihre Ausbildung in Mühlhausen und Eisenach gemacht hat, wurde daher insbesondere von ihren Eltern finanziell unterstützt. Nach der Ausbildung ging es für die Großburschlaerin direkt nach Berkatal.

Sie bereist die Welt

Während der Schließzeiten der Kita reist Saskia Flügel sehr gerne. Es ging schon nach Amerika, Afrika, Kanada und Madagaskar, wo sie fremde Kulturen besucht hat. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr aber der Besuch eines kleinen Dorfes in Kenia, wo die Menschen sehr einfach leben.

Die Kinder dort hatten nicht viel, wirkten aber dennoch fröhlich, sagt sie. Trotzdem hing ihr das Erlebnis eine Weile nach, sagt sie, denn dort sei ihr bewusst geworden, „wie gut es uns in Deutschland geht“. Jessica Sippel

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