Schadstoffmobil sammelt Sonderabfall im Kreis

Fachmännische Entsorgung: Abfallberaterin Gabriele Maxisch und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann reichen René Albrecht den Sonderabfall an.

Hebenshausen. Die Vermeidung von Müll sei der beste Umweltschutz. Dies gelte generell und speziell natürlich auch für den Sonderabfall. Darin zeigten sich der Umweltdezernent des Werra-Meißner-Kreises, Dr. Rainer Wallmann, und Abfallberaterin Gabriele Maxisch einig.

Denn am Montag nahm das Schadstoffmobil im Neu-Eichenberger Ortsteil Hebenshausen seine Tour durch den Werra-Meißner-Kreis auf, um mit Schadstoffen belasteten Sonderabfall einzusammeln. Während der dreiwöchigen Aktion werden kreisweit knapp 130 Standorte angefahren. Allein in Witzenhausen sind es 14.

Vor jeder Kaufentscheidung solle man sich gründlich überlegen, ob zum Beispiel auf Holzschutzmittel, Spezialreiniger, Polituren, Kleber, Säuren oder Herbizide gänzlich verzichtet werden könne, raten Wallmann und Maxisch. Falls nicht, dürften nicht mehr benötigte Reste keinesfalls in der grauen Restmülltonne landen, sondern gehörten zum Sondermüll, der ein zweites Mal auch im Herbst eingesammelt wird. Sinn mache es auch, nach umweltverträglichen Alternativen Ausschau zu halten.

Zum Auftakt der Frühjahrssammlung, erstmals durch das Thüringer Unternehmen "Umweltservice Wartburgregion", bildete sich am Montag am Bauhof in Hebenshausen eine lange Autoschlange. Im zumeist voll gepackten Kofferraum karrten Einwohner von Neu-Eichenberg diverse Flüssigkeiten an, um sie fachmännisch entsorgen zu lassen. Dabei wird jede Anlieferung vorsortiert und gewogen. Die einzelnen Abfallfraktionen werden dann bestimmten Behältern zugeordnet. Zwischen zwanzig und dreißig Tonnen Sonderabfall kommen kreisweit jährlich zusammen.

Begrenzte Mengen

Ausgetrocknete Dispersionsfarben sind übrigens kein Sonderabfall und sollten daher über die Restmülltonne entsorgt werden. Quecksilberbelastete Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, erläutert Dr. Wallmann, gehörten zwar eigentlich zum Elektroschrott, würden aber wegen der hohen Bruchgefahr auch am Schadstoffmobil angenommen, pro Lampenart aber nicht mehr als zehn Stück. Unverändert sind die höchst zulässigen Abgabemengen bis 100 Kilogramm oder 100 Litern in Originalgebinden von maximal 20 Kilogramm oder Litern.

Der ganze Service ist für den Privatmann kostenlos. Und einen weiteren Service gibt es: Wer den Abgabetermin in seinem Wohnbezirk verpasst, wird den Sonderabfall auch an jedem anderen Sammelstandort im Kreis los.

Von Chris Cortis

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