Scherer bringt Genossen zum Lachen

Volles Haus in Weidenhausen: Beim Politischen Aschermittwoch des SPD-Unterbezirks amüsierten sich die Genossen über den Comedian und Moderator Johannes Scherer. Foto: Wüstefeld

Werra-Meißner. Komiker und Moderator Johannes Scherer zu Gast beim Politischen Aschermittwoch der SPD Werra-Meißner.

Reichlich zu lachen hatten am Mitglieder des SPD-Unterbezirks Werra-Meißner am Aschermittwoch in Meißner-Weidenhausen. Zu Gast war einer der bekanntesten Karnevalisten Hessens: Johannes Scherer, Comedian und Moderator beim Radiosender FFH.

Der outete sich gleich als jemand, der mit Karneval wenig am Hut habe - und sich als ein Katholik aus Bayern sehr über die Einladung der SPD gefreut habe, da die dank Kanzlerkandidat Martin Schulz gerade im Aufwind sei, was wiederum die Union nervös werden lasse. „Aber die große Koalition muss beendet werden, die sollte nie als Dauerlösung angesehen werden“, macht er klar, „sonst könnte uns ebenso ein blaues Wunder passieren wie fast den Österreichern.“ Stattdessen müsse es auch einen anderen Weg geben, „der nach Thüringen zum Beispiel ist doch von hier nicht weit“, sorgte er für erste Lacher.

Und auch ein anderer Weg beschäftigte den 44-Jährigen: Der zwischen Frankfurt und Kassel. Vor allem im Frankfurter Raum hängen über der A 5 in regelmäßigen Abständen Informationstafeln, auf denen zum Beispiel zu lesen sei, dass die Fahrt nach Ober-Mörlen noch zwölf Minuten dauere. „Aber wen interessiert denn das?!“, fragte Scherer ratlos und ahmte einen finnischen Lkw-Fahrer nach, der mit seiner Frau telefoniert: „Du Schatz, der Weg ist noch so weit ... Ich bleibe erst mal in Ober-Mörlen. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass ich bis dorthin nur noch zwölf Minuten brauche.“ Was den Comedian ungläubig werden ließ: Dass die Informationstafeln den Namen Diana (kurz für Dynamic Information and Navigation Assistance) tragen. „Da heißt die Lösung für das hessische Verkehrsproblem ausgerechnet wie eine Prinzessin, die ihr Leben im Straßenverkehr verlor?“

Damit verließ der 44-Jährige das politische Terrain und sorgte mit überwiegend persönlichen Anekdoten für einen unterhaltsamen Abend, bei dem nicht nur einmal verstohlen eine Träne aus den Augenwinkeln der gut 120 Gäste gewischt wurde. „Ich war neulich auf einer Kreuzfahrt“, erzählt Scherer, „die gibt es ja mittlerweile für jeden Geldbeutel.“ Schnell habe er festgestellt, dass man schon morgens mit den ersten Sonnenstrahlen eine Liege mit dem Handtuch reservieren muss. „Ab dem dritten Tag habe ich die dann also einfach mit in meine Kabine genommen.“

Veranstaltet wurde der Politische Aschermittwoch in diesem Jahr zum 25. Mal. Die Idee dazu kam vom heutigen Landtagsabgeordneten Dieter Franz und dem Vorsitzenden der AG für Arbeitnehmerfragen, Karlheinz Giesen. „Seitdem hatten wir interessante Abende voll mit Kabarett, Sketchen und Musik“, so Giesen zur Eröffnung des Abends, der traditionell mit einem Herings-Essen endete.

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