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Schlaflabor soll ins Dorfgemeinschaftshaus Holzhausen ziehen

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Von: Emily Spanel

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In Holzhausen soll im Dorfgemeinschaftshaus ein Schlaflabor entstehen.
In Holzhausen soll im Dorfgemeinschaftshaus ein Schlaflabor entstehen. © Imago

In das Dorfgemeinschaftshaus des Herleshäuser Ortsteils Holzhausen soll wieder neues Leben einkehren. Einstimmig haben sich die Vertreter aller Fraktionen der Herleshäuser Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung am Dienstagabend nicht nur für den Verkauf des Objekts ausgesprochen.

Herleshausen – Gleich zwei Interessenten hätten sich in einer vorangegangenen öffentlichen Ausschreibung um den Kauf des Kulturdenkmals des Landes Hessen beworben, erläuterte Herleshausens Bürgermeister Lars Böckmann.

Überzeugt hat die Gemeindevertreter schließlich das Nutzungskonzept der Eheleute Astrid Menzer und Peter Niemann. Astrid Menzer, die als Ärztin im Ortsteil Altefeld praktiziert (wir berichteten), plane, in den Räumlichkeiten in Holzhausen ein Schlaflabor einzurichten sowie Gesundheitskurse und Schulungen anzubieten. Auch Raum für eine Hebamme solle geschaffen werden.

„Wir sind froh, dass wir eine solch engagierte Ärztin vor Ort haben und werden ihr keine Steine in den Weg legen“, erklärte Erich Möller für die CDU-Fraktion. Carolin Gisselmann (WSRG) schloss sich seinen Worten vorbehaltlos an. Peter Bauer betonte für die SPD-Fraktion die Wichtigkeit eines Schlaflabors vor Ort.

Das Dorfgemeinschaftshaus in Holzhausen ist in seinem momentanen Zustand nicht barrierefrei ausgebaut. „In den vergangenen Jahren ist wenig bis gar nichts in das Gebäude investiert worden“, sagte Bürgermeister Lars Böckmann.

Schon vor einem Jahr sei deshalb in engster Abstimmung mit dem Holzhäuser Ortsbeirat eruiert worden, inwieweit das Gebäude überhaupt noch von wem genutzt werde – und welche Alternativen denkbar seien. „Geplant ist nun eine Umnutzung des Feuerwehrgerätehauses als Dorfgemeinschaftshaus“, so Bürgermeister Lars Böckmann.

Aktuell gibt es in Holzhausen noch drei Einsatzkräfte, die aufgrund ihres Alters wohl in absehbarer Zeit ihren aktiven Dienst beenden werden.

Zusätzlich sehe das Nutzungskonzept Astrid Menzers und Peter Niemanns vor, die Räumlichkeiten des DGHs etwa am Abend oder am Wochenende an die örtlichen Vereine zu vermieten.

Weiterhin berichtete Herleshausens Bürgermeister Lars Böckmann im Zuge der Gemeindevertretersitzung über den Haushaltsvollzug der Gemeinde zum 30. Juni 2022. „Wir befinden uns aktuell in einer schwierigen Situation – der Ukraine-Krieg, die Coronakrise und die steigende Inflation sind die Herausforderungen unserer Zeit“, sagte der Bürgermeister.

Trotz allem sei der Gemeindehaushalt aktuell stabil. So wurden zur Jahresmitte sogar 200 000 Euro mehr an Einnahmen generiert als ursprünglich geplant. „Bereinigt durch andere Positionen sind das derzeit 144 000 Euro über Plan“, so Lars Böckmann. 420 000 Euro wurden weniger ausgegeben als geplant. „Die letztgenannte Zahl wird sich aber im weiteren Verlauf des Jahres bereinigen“: Die Inflation werde steigen, weitere Preissteigerungen seien mehr als wahrscheinlich.

Sollten deshalb überplanmäßige Ausgaben nötig werden, würden diese den gemeindlichen Gremien zu gegebener Zeit vorgelegt, erklärt und beraten.

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