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Lars Rimbach entführt in seinen Büchern in fantastische Welten

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Alle Illustrationen sind selbst gefertigt – sechs Jahre hat Lars Rimbach das Zeichnen erlernt.
Alle Illustrationen sind selbst gefertigt – sechs Jahre hat Lars Rimbach das Zeichnen erlernt. © Emily Hartmann

Lars Rimbach ist ein Autor aus dem Werra-Meißner-Kreis. Er schreibt Kinderbücher, wir haben mit ihm gesprochen.

Werra-Meißner – Was bleibt von uns, wenn wir einmal nicht mehr da sind? Was hinterlassen wir, wenn wir gehen? Lars Rimbach hat seine Antwort gefunden: Er schreibt. Schreibt für Kinderseelen, nimmt sie mit auf fantastische Reisen, erschafft Welten, in denen Mädchen laut und Jungs zart sein dürfen. Der gebürtige Sontraer hat erkannt, wie sinnvoll es ist, Kinder als die künftigen Träger unserer Gesellschaft so stark, schlau und mutig wie nur möglich zu machen.

Und dabei können Bücher eine wichtige Rolle spielen.

Werra-Meißner: Kinderbuchautor aus dem Kreis spricht über seine Werke

Nach einem persönlichen Schicksalsschlag vor zwölf Jahren hat sich der zweifache Vater Lars Rimbach rückbesonnen auf das, was wirklich zählt im Leben – Familie, Liebe, Moral. Er hat es geschafft, sein inneres Kind quicklebendig zu halten – und sich die Freiheit genommen, „das zu tun, was ich aus tiefstem Herzen tun möchte.“

Die Entstehungsgeschichte seiner auf insgesamt fünf Bände angelegten Kinderbuchserie „Mimi Mauseschreck“ klingt dabei selbst ein bisschen wie Fiktion: Auf einem Spaziergang mit seiner Tochter begegnen sie einer fremden Frau, die laut des Mädchens „ein bisschen aussieht wie eine Hexe“. Von einer auf die andere Sekunde ist die Idee geboren – „die Figur der kleinen Hexe Mimi Mauseschreck war in meinem Kopf, ich musste die Geschichten nur noch niederschreiben.“ 2020 war das; fortan sprudeln die Ideen nur so aus dem Hausmann heraus; der Knoten ist geplatzt.

Kinderbuchautor: Lars Rimbach schreibt und illustriert Kinderbücher

eine Illustration von Lars Rimbach
Alle Illustrationen sind selbst gefertigt – sechs Jahre hat Lars Rimbach das Zeichnen erlernt.  © Lars Rimbach

Und wenn sich der Wert guter Kinderbücher darin bemisst, wie oft man sie vorlesen kann, ohne entweder innere Aggressionsschübe zu bekommen oder zu einem Rede-Roboter zu mutieren – dann sind Lars Rimbach mit den ersten beiden „Mimi“-Bänden Meisterstücke geglückt.

Sein Schreibstil ist voller köstlichem Witz und regionalem Bezug vom Ulfetal bis zur Wartburg, die Nebenfiguren bringen erfrischende Twists in die Handlung. Da ist beispielsweise der Rabe Rumpel, geschlagen mit einer Sehschwäche, der Mimi treu zur Seite steht und immer wieder die Streiche der drei Hausmaus-Ganoven Hugo, Lurch und Pit erduldet. Hinzu kommt, dass der Hexenhausalltag noch von zwei adeligen Fledermausdamen bestimmt wird. Ihre schützende Hand über die wilde Bande hält Mimis Oma Hildegart von Krötentritt – doch wehe, sie ist einmal außer Haus ...

Autor aus dem Werra-Meißner-Kreis illustriert seine Bücher selbst

Wahre Schmuckstücke sind die Illustrationen der Werke. Sechs Jahre lang hat sich Lars Rimbach autodidaktisch das Zeichnen beigebracht. Mit viel Detailverliebtheit, Kreativität und Können sind so einmalige Figuren entstanden, welche die Kinder – das wohl kritischste Publikum der Welt – hineinziehen in Mimis Hexenwelt.

Lars Rimbach, der mit seiner Familie vor sechs Jahren in den Norden Deutschlands gezogen ist, kommt regelmäßig in seine Heimat, den Werra-Meißner-Kreis. „Nirgendwo sonst finde ich derart viel Inspiration“, sagt der Autor und Illustrator freudig. Und so sind neben Mimi Mauseschreck bereits drei Märchen entstanden, die dieses Jahr veröffentlicht werden – drei weitere sollen folgen; gebündelt erscheinen die Geschichten, von denen „Räuberhauptmann Donnerbüchs“ der Heimatstadt Sontra gewidmet ist, dann im kommenden Jahr.

Info: „Mimi Mauseschreck“ Band 1 bis 2 von Lars Rimbach sind über Amazon zu beziehen. Der dritte „Mimi“-Band steht dort kurz vor der Veröffentlichung. Auch „Das Märchen der Prinzessin Ulpenzulk“ gibt es via Amazon.

Von Emily Hartmann

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