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Schüler aus Hessisch Lichtenau machen bei Briefmarathon mit

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Von: Wiebke Huck

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Gehören zur AG Extrem und haben den Briefmarathon an der Freiherr-vom-Stein-Schule ins Rollen gebracht: Milena Klockmann (von links), Sophie Heckrodt, Hanna Förster, Toni Lina Kozole und Lehrer Günther Tschiersky.
Gehören zur AG Extrem und haben den Briefmarathon an der Freiherr-vom-Stein-Schule ins Rollen gebracht: Milena Klockmann (von links), Sophie Heckrodt, Hanna Förster, Toni Lina Kozole und Lehrer Günther Tschiersky. © Wiebke Huck

Eine friedliche Kerzenandacht für mehr Menschenrechte. In Deutschland eine ehrenwerte Aktion. In Hongkong wurde die Menschenrechtsanwältin Chow Hang-tun dafür verhaftet und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Hessisch Lichtenau – Dem Ingenieur und Klima-Aktivisten Shahnewaz Chowdhury drohen in Bangladesch ebenfalls zehn Jahre Haft – auch sein Einsatz war friedlich, niemand wurde beleidigt oder verletzt. Ähnliche Beispiele gibt es viele, Menschen die versuchen sich für eine bessere Welt einzusetzen und dafür ins Gefängnis kommen oder sogar gefoltert werden. Die Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau wollen diesen Männern und Frauen helfen und beteiligten sich darum in diesem Jahr erneut am Briefmarathon von Amnesty International.

Vor zwei Jahren machten sie zum ersten Mal mit und schrieben insgesamt 480 Briefe. In diesem Jahr sind es 1300. Die Mitglieder der AG Extrem, die sich für Gleichbehandlung einsetzt, sich gegen Rassismus und Diskriminierung stark macht, haben die Teilnahme der Freiherr-vom-Stein-Schule Briefmarathon initiiert. In alle 20 Klassen von Jahrgangsstufe 8 bis 10 und in Kursen der Oberstufe haben sie bei ihren Mitschülern das Interesse am Helfen geweckt. Ihnen von den Schicksalen der Menschen berichtet, die sich in ihrer Heimat für Menschenrechte eingesetzt haben und dafür eingesperrt wurden.

In dem Material, dass Amnesty International der Schule zur Verfügung gestellt hat, werden unter anderem Fälle der vergangenen Jahre beschrieben, die durch den Briefmarathon ein gutes Ende gefunden haben. Menschen, die freigelassen wurden, weil Fremde für sie an die jeweilige Botschaft geschrieben und sich für sie eingesetzt haben. „Das wäre das Größte für uns, wenn wir im nächsten Jahr erfahren würden, dass jemand frei gekommen ist, für den wir Briefe geschrieben haben“, sagt Milena Klockmann. Ihr und ihren Mitschülern liegt das Projekt sehr am Herzen. Jeweils 90 Minuten haben sie sich Zeit genommen, um ihre Mitschüler dafür zu gewinnen, haben Videos gezeigt, einzelne Fälle vorgestellt und der Ungerechtigkeit ein Gesicht gegeben.

Noch bis Donnerstag, 22. Dezember können weitere Briefe geschrieben werden. Auf der Homepage von Amnesty International gibt es sogar einen Vordruck, der genutzt werden kann. Auch E-Mails sind möglich.  (hbk)

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