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Schüler der Friedrich-Wilhelm-Schule für Freiwilliges Soziales Schuljahr ausgezeichnet

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Von: Emily Spanel

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Pluspunkt im Lebenslauf: die diesjährigen Absolventen des freiwilligen sozialen Schuljahres mit ihren Zertifikaten.
Pluspunkt im Lebenslauf: die diesjährigen Absolventen des freiwilligen sozialen Schuljahres mit ihren Zertifikaten. © Friedrich-Wilhelm-Schule

Viele neue Leute kennenlernen, Kontakte knüpfen und sich persönlich für andere einsetzen – ein freiwilliges soziales Schuljahr (FSSJ) bietet während der Schulzeit jede Menge wichtige Erfahrungen und tiefe Einblicke ins wirkliche Leben.

Eschwege – Laureen Deist aus der 10c der Friedrich-Wilhelm-Schule war bereits das zweite Mal dabei: Nach ihrem ersten Einsatz im Tierschutzverein Eschwege und Umgebung im vergangenen Jahr wird sie jetzt den TSV Wichmannshausen durch ihren Arbeitseinsatz ein Jahr lang ehrenamtlich unterstützen – und das alles neben der Schulzeit.

Neben Laureen haben fünf weitere Schülerinnen und ein Schüler der ehemaligen zehnten Klassen des Eschweger Gymnasiums jetzt ihr einjähriges zivilgesellschaftliches Engagement in gemeinnützigen Einrichtungen im Rahmen des FSSJ abgeschlossen.

Maja Schuchhardt hat sich für einen Einsatz an der Alexander-von-Humboldt-Schule entschieden, Felicia Kreutner engagierte sich ebenfalls beim Tierschutzverein Eschwege, Jacob Striening arbeitete beim Arbeitskreis Open Flair, Elaine Hüther beim Forstgarten-Stift Wehretal, Amelie Möbisch beim TSV Oberdünzebach und Ronja Rheingans unterstützte die Seniorenpflege im Wohn- und Pflegezentrum Lindenhof in Eschwege.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde gab es jetzt für dieses außergewöhnliche und ausdauernde soziale Engagement der Jugendlichen von der FWS und anderen Schulen des Kreises viele lobende und anerkennende Worte, vor allem aber auch die entsprechenden Zertifikate, ausgestellt von der Freiwilligenagentur Omnibus in Eschwege, die für die Organisation des FSSJs im Kreis zuständig ist.

Für ein Engagement im FSSJ gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten im gemeinnützigen sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich. Die ehrenamtliche Arbeit wird zwar nicht bezahlt, dafür aber gibt es jede Menge neue persönliche Erfahrungen und inspirierende Begegnungen über den bisherigen engen schulischen Horizont hinaus – gut für das Selbstvertrauen.

Aus diesen Gründen entscheiden sich viele, genau wie Laureen Deist, im Anschluss an das erste noch für ein zweites FSSJ. Laureen hat im vergangenen Jahr im Tierheim bereits vielfältige Erfahrungen im Umgang mit Tieren machen können, jetzt freut sie sich auf den Kontakt zu jungen Menschen im Sportverein ihres Heimatortes Wichmannshausen, wo sie vor allem im Kinderturnen bei Aufbau, Übungen und Spielen eingesetzt wird. Das sei nicht nur eine sinnvolle Freizeitgestaltung, findet Laureen, sondern auch ein Pluspunkt im Lebenslauf für den Einstieg ins Berufsleben.

Denn soziales Engagement und Praxiserfahrung spielen auch bei Bewerbungen eine Rolle, was die FSSJ-Absolventen mit ihrem qualifizierten Abschluss-Zertifikat dokumentieren können. Außerdem kann ein solches Jahr auch eine gute Hilfestellung bei der Frage sein, wie man sich beruflich orientieren möchte.

Die Einsatzzeit beträgt von Oktober bis August im Schnitt zwei Stunden pro Woche, nachmittags, am frühen Abend oder am Wochenende. Insgesamt sollen während des Schuljahres mindestens 80 Stunden freiwilliges Engagement erbracht werden. Die Koordination des Programms liegt für den Kreis in den Händen der Freiwilligenagentur Omnibus bei der Familienbildungsstätte in Eschwege.  

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