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Die Wanfrieder Kita „Am Plessefelsen“ hat eine neue Lernwerkstatt

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Von: Theresa Lippe

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Sind große Fans von der neuen Lernwerkstatt in der Wanfrieder Kita „Am Plessefelsen“: die Vorschulkinder (von hinten links) Emily, Moritz, Fynn, Mattea, Erik und Lion.
Sind große Fans von der neuen Lernwerkstatt in der Wanfrieder Kita „Am Plessefelsen“: die Vorschulkinder (von hinten links) Emily, Moritz, Fynn, Mattea, Erik und Lion. © Theresa Lippe

Wanfried – Ausprobieren, entdecken, spielerisch weiterbilden – das sind die Ziele einer sogenannten Lernwerkstatt, die es nun auch in der Wanfrieder Kita „Am Plessefelsen“ gibt. „Die Kinder sind total begeistert von ihrer neuen Lernwerkstatt“, berichtet Fabian Stark, Kitaleitung.

Die Einrichtung besteht aus Holz, die Spiel- und Lernangebote sind an der Montessori-Pädagogik orientiert. Also einer Erziehungsmethode, die eher die natürlichen Interessen und Aktivitäten und praktisches Lernen der Kinder berücksichtigt. „Wir sind aber kein Montessori-Kindergarten“, sagt Stark. Bei der Gestaltung habe man sich an Montessori-Elementen orientiert, schlussendlich hätten bei der Einrichtung der Lernwerkstatt aber die Bedürfnisse der Wanfrieder Kita-Kinder im Fokus gestanden.

„Ich sortiere gerne die bunten Würfel“, sagt Vorschulkind Mattea. Genau wie alle anderen Kinder der Wanfrieder Kita ist sie begeistert von der Lernwerkstatt. Emily hingegen ist begeistert von der Sandkiste, in der Formen, Buchstaben und Zahlen mit den Fingern nachgezeichnet werden können, die die Erzieher vorher auf die Tafel geschrieben haben. Moritz’ erster Griff geht direkt zur magnetischen Zeichentafel, die gefalle ihm sehr.

Selbstbestimmt spielen

Die Kinder können in der neuen Lernwerkstatt selbstbestimmt spielen, besonders beliebt seien Schüttspiele, Magneten und mathematische Kniffelaufgaben, sagt Fabian Stark. Von der ersten Idee, die Heilpädagogin Diana Diegmann hatte, bis zur Fertigstellung seien maximal sechs Monate vergangen. Stark: „Seit Ende 2022 haben wir die Lernwerkstatt nun in Betrieb und freuen uns, dass sie so gut bei den Kindern ankommt.“

Morgens, in der Zeit zwischen 7 und 9 Uhr, würde die Heilpädagogin gezielt mit Kindern dort arbeiten, nach dem Frühstück steht der Raum für alle offen.

„Es gibt keine festen Zeitfenster, die Kinder können sich in der Lernwerkstatt so lange ausprobieren, wie sie wollen. Die festen Zeiten von Frühstück und Mittagessen werden natürlich eingehalten.“ So ist die Lernwerkstatt in der Kita „Am Plessefelsen“ immer gut belegt, bis zu fünf Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren können sich gleichzeitig ausprobieren. „Sie können hier das Lernen lernen, sich die Zeit frei einteilen“, sagt Stark. Selbst sonst eher ruhige Kinder würden beim Tüfteln in der Lernwerkstatt aus sich heraus kommen. Stark: „Ein voller Erfolg also.“

Rund 4500 Euro hat die Gestaltung und Einrichtung des Raums gekostet. Finanziert hat das die Johann-und-Maria-Herr-Stiftung aus Kassel. „Mitglieder der Stiftung waren in unserer Kita zu Besuch, da wussten sie noch gar nichts von unserem Plan, eine Lernwerkstatt einzurichten“, sagt der Kitaleiter. „Wir hatten erst geplant den Raum aus eigenem Budget zu finanzieren, dann kam die Idee, sich für eine Förderung bei der Kasseler Stiftung zu bewerben.“ Gesagt, getan. Und so mussten lediglich ein paar Regalbretter aus eigener Tasche bezahlt werden.

Von Theresa Lippe

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