15 Schulen sollen schneller modernisiert werden

Modernisierung: Auch das Jugenddorf Hoher Meißner soll vom Kreis mit Hilfe der Investitionsförderung von Bund und Land mit einer neuen Heizungsanlage ausgestattet werden. Foto:  Archiv

Werra-Meißner. Projekte für 13,5 Millionen Euro können mit viel Geld von Bund und Land vorzeitig realisiert werden.

Die Gebäude aller weiterführenden Schulen im Kreis können voraussichtlich schon bis Ende 2018 und damit früher als bisher angestrebt saniert sein. Das lässt ein Angebot von Bund und Land erhoffen.

Demnächst erhält der Kreis, wie Landrat Stefan Reuß (SPD) und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann (Grüne) mitteilen, aufgrund des Kommunalen Investitionsgesetzes des Bundes gut acht Millionen Euro als Zuschuss vom Bund und zusätzlich 900 000 Euro als Darlehen. Zudem werden vom Land 3,63 Millionen Euro als Darlehen für kommunale Infrastruktur gewährt.

Wenn der Landkreis selbst noch 926 000 Euro beiträgt, dann sollen mit einer Investitionssumme von 13,5 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren 15 Schulen und fünf Kreisstraßen modernisiert und saniert werden. So jedenfalls sind laut Reuß und Wallmann die Planungen zum Verwenden des Geldes.

Diesen Vorstellungen muss der Kreistag noch zustimmen. Das Parlament kommt am 12. Februar das nächste Mal zusammen.

Mit dem Geld vom Bund sollen Gebäude so modernisiert werden, dass weniger Energie hauptsächlich für Heizung verbraucht wird. Von der Kreisverwaltung wurden 15 bereits angedachte und im Investitionsprogramm für spätere Jahre eingesetzte Sanierungsprojekte ausgewählt und zum Umsetzen vorgezogen. Mit den Ausschreibungen soll, wenn Land und Bund die Förderfähigkeit anerkannt haben, dann so schnell wie möglich begonnen werden.

Bislang seien jedes Jahr rund sechs Millionen Euro in die Schulen investiert worden, berichtete Landrat Reuß schon mehrfach.

Zudem sollen fünf Kreisstraßen mit Hilfe des Landesprogramms für rund zwei Millionen Euro saniert und ausgebaut werden. Diese Projekte standen bislang hinten an und wären frühestens ab 2020 umgesetzt worden.

An folgenden Schulen soll wegen der Förderung von kommunalen Investitionen durch Bund und Land die Sanierung und Modernisierung vorgezogen werden:

• Rhenanus-Schule Bad Sooden-Allendorf: Neugestaltung der Fassade in den Bereichen F und R (für 1,5 Millionen Euro)

• Brüder-Grimm-Schule Eschwege: Neuer Brennwertkessel sowie Neugestaltung der Fassade am Seminargebäude (795 000 Euro)

• Hirschbergschule Großalmerode-Rommerode: energetische Sanierung der Fassade einschließlich Innenraumsanierung und ein neuer Brennwertkessel (910 000 Euro)

• Freiherr-vom-Stein-Schule Hessisch Lichtenau: energetische Sanierung der Fassade (1,2 Millionen Euro) sowie die Innenraumsanierung im Bauteil I (2,2 Mio. Euro)

• Grundschule Hessisch Lichtenau: energetische Sanierung der Fassade (375 000 Euro)

• Grundschule am Fischbach Hessisch Lichtenau-Fürstenhagen: energetische Sanierung der Fassade und neuer Brennwertkessel (435 000 Euro)

• Meinhardschule Meinhard-Grebendorf: energetische Sanierung der Fassade und neuer Brennwertkessel (515 000 Euro)

• Adam-von-Trott-Schule Sontra: Neugestaltung der Fassade (2,4 Mio. Euro)

• Elisabeth-Selbert-Schule und Großsporthalle in Wanfried: Neugestaltung der Fassade und neuer Brennwertkessel (535 000 Euro)

• Kleeblattschule Wehretal-Reichensachsen: Neugestaltung der Fassade (600 000 Euro)

• Karlheinz-Böhm-Schule Waldkappel: Neue Pelletheizung (240 000 Euro)

• Ferner sind neue Brennwertkessel vorgesehen für die Friedrich-Wilhelm-, die Alexander-von-Humboldt- und die Geschwister-Scholl-Schule (alle Eschwege) sowie die Südringgauschule Herleshausen.

Außerdem will der Kreis noch eine neue Heizungsanlage im Jugenddorf Hoher Meißner einbauen.

Zum Ausbau von Kreisstraßen sind folgende Strecken-Abschnitte vorgesehen:

• K 18: Herleshausen-Willershausen bis zur thüringischen Landesgrenze (273 000 Euro)

• K 28: Sontra (Kaserne) bis zum Abzweig Bundesstraße 400 in Teilabschnitten (437 000 Euro)

• K 63: Bad Sooden-Allendorf-Hilgershausen bis Witzenhausen-Wendershausen in Teilabschnitten (655 000 Euro)

• K 40: Meißner-Abterode bis Meißner-Wolfterode in Teilabschnitten (437 000 Euro)

• K 69: Anschluss Bundesstraße 27 bis Neu-Eichenberg-Berge (198 000 Euro).

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