Gute Zeiten für das Bauhandwerk

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Beruf mit Zukunft: Vorarbeiter Nico Dach (von rechts) kümmert sich um die Auszubildenden Jonas Ebeling, Steve Börner und Silas Polzin, die bei der Firma Schumacher Bau in Netra eine Lehre absolvieren. 

Witzenhausen. Auszubildende sind für unsere Firma, aber auch für unser Handwerk, immer notwendig, deshalb wollen wir jedes Jahr mindestens einen Jugendlichen ausbilden“, erklärt Reiner Schumacher, Geschäftsführer der Firma Schumacher Bau aus Netra. 

Drei Auszubildende machen gerade ihre Lehre als Maurer im 32 Mitarbeiter starken Betrieb. Zwei Jahre dauert die Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter, im dritten Lehrjahr kann man sich dann zum Maurer ausbilden lassen.

Beruf mit Verantwortung

„Die Arbeit macht großen Spaß, es ist ein tolles Team, man kann bei großen Projekten dabei sein und erleben, wie ein Haus entsteht, vom ersten Stein an“, erklärt Azubi Silas Polzin aus Breitau. „Man sieht am Tagesende was man geschafft hat, ganz anders als in einem Büro-Job“, fügt Azubi Steve Börner aus Willershausen hinzu.

Ein- und Mehrfamilienhäuser sind das Steckenpferd der Firma Schumacher Bau, die es bereits seit 1905 in Netra gibt. „Wir bauen Häuser, in denen die Menschen ihr gesamtes Leben verbringen, das ist auch eine große Verantwortung“, so Reiner Schumacher weiter. Mittlerweile baut die Firma oft die Häuser für die Kinder, bei deren Eltern sie vor Jahrzehnten bereits bauten. „Jeder Auftrag ist anders, man muss stets auf die Wünsche der Kunden eingehen“, erklärt Schumacher.

Voraussetzungen

Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Maurer sind ein räumliches Vorstellungsvermögen, Mathematik, aber auch gute Grundkenntnisse in Deutsch. „Am wichtigsten ist uns allerdings das Interesse am Beruf und Motivation für die Ausbildung“, so Vorarbeiter Nico Dach, der die Jugendlichen bei Schumacher Bau anleitet.

Die Ausbildung erfolgt im Betrieb, in der Berufsschule und im Ausbildungszentrum. Dabei findet das erste Lehrjahr fast komplett im Eschweger Ausbildungszentrum statt. „Dort werden die Grundlagen gelegt, dafür hat man vor Ort auf der Baustelle keine Zeit, die Lehrlinge lernen handwerkliches Geschick aber auch Materialeigenschaften“, so Meike Schumacher, die den Betrieb mit ihrem Vater leitet. Als Maurer baut man Häuser und Industriebauten, gestaltet Außenanlagen oder führt Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten aus.

Fort- und Weiterbildung

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Nach der Ausbildung zum Maurer kann man sich durch Weiterbildung zum Vorarbeiter und auch zum Polier qualifizieren oder seine Meisterprüfung ablegen und sich anschließend selbstständig machen. Auch ein Studium ist denkbar, hier würde die handwerkliche Ausbildung dann für fundierte Kenntnisse des Handwerks sorgen. Damit sich die Jugendlichen das Arbeiten am Bau besser vorstellen können, empfiehlt Reiner Schumacher vorab ein Praktikum. „Das ist für beide Seiten wichtig, damit die Jugendlichen eine Vorstellung bekommen, aber auch für die Firma, um zu sehen, wie sie den Jugendlichen einsetzen können“, so Reiner Schumacher weiter.

Azubi gesucht

Zum ersten August beginnt ein weiterer Auszubildender seine Lehre bei Schumacher Bau. „Wir würden dazu gerne noch einen Lehrling nehmen, Interessierte können sich einfach bei uns melden“, so Meike Schumacher. Die Lage für Maurer ist sehr gut, auch in den kommenden Jahren werden gut ausgebildete Mitarbeiter immer gesucht werden. (sb)

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