Schwung trotz Schwermut

Bürgermeister aus dem Kreis ziehen auch Positives aus 2020

Eine Gruppe Männer vor einem Turm.
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Spenden für den Turm: Bürgermeister Wilhelm Gebhard ist begeistert.

Die Bürgermeister aus dem Kreis berichten von ihren Lieblingsmomenten aus 2020.

Werra-Meißner – Weil die Coronakrise vielen aufs Gemüt drückt und vor allem schlechte Nachrichten die Überschriften säumen, drehen einige Bürgermeister aus dem Werra-Meißner-Kreis den Spieß um und berichten von ihren Lieblingsmomenten aus dem vergangenen Jahr.

Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe ist zum Beispiel von der Ideenvielfalt der Eschweger begeistert. „Ich fand es ein positives Zeichen, dass trotz der oftmals schwierigen Umstände Kleinigkeiten im Alltag gesucht wurden.“ Er denke dabei an den „Stadtventskalender“, Kurzvideos der Stadt, die im Netz geteilt wurden, das Einpacken der Geschenke für die Patenschaften der Stadt und die Aktion #eschwegeistlecker. Dabei bestellten die Eschweger Essen bei den Gastronomen vor Ort und luden die Bilder ins Netz. Die Aktion sollte Gastronomen im Kreis unterstützen.

Heppe bewegt

„Besonders bewegt haben mich auch die spontanen Aktionen des Zusammenhalts. „Wir gegen Corona“, die von Leonie Bierent initiierte Einkaufshilfe für Menschen, die einer Risikogruppe angehören,“ sagt Heppe. Dass die elektronische Terminvergabe eine Folge der Pandemie sei, hält der Eschweger Bürgermeister ebenfalls für eine praktische Entwicklung aus der Coronazeit. Die Kreisstadt sei digitaler geworden, stellt Heppe fest. „Diesen Schwung, diese Innovationsfreude benötigen wir jetzt in den kommenden Jahren. Ich freue mich drauf.“

Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe.

Ein Umdenken durch die Folgen der Pandemie sieht Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard auch im Willen der Wanfrieder, ihre Heimat noch stärker zu unterstützen. „Positiv ist die Tatsache, dass viele Menschen eine höhere Spendenbereitschaft zeigen“, sagt der Bürgermeister. Gebhard ist vor allem über die Spenden für die Sanierung des Plesseturms, der in den Wanfrieder Werrahöhen steht und dringend neue Eckpfeiler braucht, positiv überrascht. Bei einem „Konstruktionsteileverkauf“ seien über 20 000 Euro für die Instandsetzung des Holzbauwerks zusammengekommen, sagt der Bürgermeister. Weil seit der Pandemie auch in Wanfried vieles nur digital möglich ist, sei der Online-Unterricht bei der Feuerwehr und ihren Kinder- und Jugendgruppen ein Schub für die Digiatlsierung, erklärt Gebhard.

Friedrich ist stolz

Wehretals Bürgermeister Timo Friedrich.

In der Gemeinde Wehretal zählt Bürgermeister Timo Friedrich gleich eine ganz Liste „erfreulicher Projekte“ auf: „Im Januar wurde die Weströhre des Spitzenbergtunnels durchschlagen, im Juni wurde der Spatenstich für den neuen Feuerwehrstützpunkt in Reichensachsen gesetzt, im Juli der für eine neue Kita, ein Pumptrack soll dort außerdem entstehen und das Bürgerhaus im Ort hat einen Pächter,“ die Liste des Bürgermeisters ist lang. „Trotz Coronapandemie war das Jahr 2020 in der Gemeinde Wehretal sehr ereignisreich“, fasst der Bürgermeister zusammen.

Für die Gemeinde Ringgau sei das vergangene Jahr eine Chance gewesen, Versäumnisse aufzuholen, sagt Bürgermeister Mario Hartmann. Mit neuen Besetzungen in der Gemeindeverwaltung will Ringgau jetzt einiges aufholen. Mit Manuela Mönkemeyer als neue Kämmerin und Jörg Patzak im Bauamt sowie der ehrenamtlichen Verwaltungshelferin Annette Heim hat sich die Gemeinde für Neues gewappnet.

Ob mit neuer Besetzung, gestärktem Zusammenhalt oder boomenden Bauprojekten, die Rathauschefs schauen auch optimistisch auf das vergangene Jahr und sind sich einig, das Coronajahr war nicht nur schlecht. Kim Hornickel

Mario Hartmann, Bürgermeister Ringgau.

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