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Sechs Kitas entdeckten in der Musikschule Instrumente

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Natalia Schäfer stellt den Kindern zum Abschluss des Schnuppertages die Meerestrommel vor. Zum Wellenrauschen träumten sich die kleinen Besucher ans Meer.
Natalia Schäfer stellt den Kindern zum Abschluss des Schnuppertages die Meerestrommel vor. Zum Wellenrauschen träumten sich die kleinen Besucher ans Meer. © Eden Sophie Rimbach

Kinder aus sechs Kindergärten des Werra-Meißner-Kreises haben jetzt an zwei Nachmittagen Musikinstrumente entdeckt.

Eschwege – Am Montag und Dienstag hatten sie Gelegenheit, in Kleingruppen eine Schulstunde lang die Musikschule Werra-Meißner in Eschwege zu erkunden. Die Vier- bis Sechsjährigen nehmen bereits an der musikalischen Früherziehung (MFE) teil.

Angeboten wird sie derzeit jeweils einmal pro Woche in sechs Kitas des Kreises. Die teilnehmenden Kindergärten sind die evangelische Kindertagesstätte Am Schwanenteich in Eschwege, der evangelische Kindergarten Sterntaler in Niederhone und die Kindertagesstätte Wilde Wichtel in Reichensachsen sowie die städtische Regenbogen-Kindertagesstätte, die Kindertagesstätte Werrawichtel und der Katholische Kindergarten St. Bonifatius in Bad Sooden-Allendorf.

In der Schulstunde lernten die Kinder die Flöte, die E-Gitarre, das Klavier, den Kontrabass, das Cello und die Geige kennen. Sehr angetan von dem Tag seien die Kinder laut Schulleiter Ulrich Bernhardt und Christel Ziltz-Göller, Verwaltung der Musikschule, gewesen. Bernhardt erinnert sich an einen Jungen, der seinen Eltern erklärt habe, jetzt das Spielen auf dem „Klavier mit Strom“ lernen zu wollen.

Ziltz-Göller hat die beiden Nachmittage mitorganisiert. Sie erklärt, dass Kinder zu Beginn ihrer Schulzeit gut mit dem Erlernen eines Instruments beginnen können, „weil da ein anderes Lernfenster aufgeht.“ In der Grundschule lernen Kinder, wie Unterricht funktioniert. Die Lernschritte beim Musikunterricht seien dann größer.

Angebote für Kinder gibt es in der Musikschule ab einem Alter von zwei Jahren. Die jüngsten Teilnehmer lernen in Vorkursen mit der Stofffigur Euline Klimperbein laut Bernhardt spielerisch die Welt der Musik kennen. Begleitet werden sie von ihren Eltern.

Alle Teilnehmer kannten die MFE-Leiterin Natalia Schäfer bereits, sangen mit ihr zum Abschluss ihrer Zeit an der Musikschule mit Blick auf die nächste MFE-Stunde: „Unsere Stunde wird grandios!“ Ziltz-Göller lobt Schäfers Arbeit und sagt, dass man einen positiven Effekt der MFE bei den Kindern bemerke. Bernhardt bedauert daher, dass das Angebot unter der Pandemie gelitten habe, es zwei Jahrgänge von Kindern im letzten Kindergartenjahr quasi nicht wahrnehmen konnten.

Eine Gruppe setzt sich jeweils aus Kindern verschiedener Kindergartengruppen zusammen. Deswegen konnte die Früherziehung zeitweise nicht stattfinden. Aktuell findet die Musikalische Früherziehung übergreifend für Kinder im letzten und vorletzten Jahr ihrer Zeit im Kindergarten statt, da man nicht wisse, wie sich die Pandemie weiterentwickele.

Am Ende ihrer Stunde in der Musikschule erinnerten sich die Kinder gemeinsam an alle Instrumente. Schäfer stellte ihnen danach die Meerestrommel vor. Mit den Geräuschen von kleinen und großen Wellen endete der Besuch auf dem Schulberg.

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