Kultusministerium rät Kreis zur aufmerksamen Beobachtung

Sechs Schulen im Werra-Meißner-Kreis auf der Kippe

Leeres Klassenzimmer
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Wegen zu geringer Schülerzahlen stehen sind sechs Schulen im Kreis auf der Kippe.

Werra-Meißner – Der Werra-Meißner-Kreis hat deutliche Hinweise bekommen, dass der Bestand mehrerer Schulen gefährdet ist, sollte sich die Schülerzahl nicht bemerkbar erhöhen.

Werra-Meißner - Konkret könnte der Fortbestand der Wiesenschule in Ulfen, der Lindenhofschule in Gertenbach, der Sekundarstufe in Herleshausen, der Oberstufen in Sontra und Bad Sooden-Allendorf und zweier Standorte an Beruflichen Schulen ab dem Schuljahr 2025/2026 gefährdet sein.

Nach Ansicht des Kultusministeriums sei eine pädagogisch sinnvolle Arbeit wegen der nicht ausreichenden Schülerzahl an diesen Schulformen bald nicht mehr gegeben, berichtet der Vorsitzende des Schulausschusses Wilhelm Gebhard im Kreistag. Das Kultusministerium genehmigte den Schulentwicklungsplan, knüpfte aber Auflagen daran. Der Kreis habe jetzt fünf Jahre Zeit, die Entwicklung zu beobachten und gegenzusteuern. Die Barbaraschule in Sontra und die Steintorschule in Witzenhausen werden in dem aktuellen Plan schon nicht mehr geführt. Die Inklusion hatte die beiden Förderschulen überflüssig gemacht.

Gute Geburtenentwicklung im Kreis gibt Anlass zur Hoffnung

Aus Sicht von Landrat Stefan Reuß gibt die gute Geburtenentwicklung allerdings Grund zur Hoffnung, dass sich die Schullandschaft nicht verändert. Im Schnitt werden zurzeit 800 Kinder pro Jahr geboren, die auch im Landkreis zur Schule gehen werden. Ein Höchststand der vergangenen Jahre wurde 2015/2016 erreicht. 843 Kinder wurden in einem Jahr geboren. Im Jahr 2012/2013 waren es nur knapp 700 Babys. Die Berechnungen nach dem Hildesheimer Bevölkerungsmodell lassen ähnliche Werte für die Zukunft erwarten. Bis 2026 ist bei den bis zu Dreijährigen ein Einwohnergewinn von sieben Prozent vorausgesagt, bei den Drei- bis Sechsjährigen sogar ein Zuwachs von 16 Prozent. Bis 2031 soll die Bevölkerung bei den Sechs- bis 14-Jährigen um 22 Prozent steigen.

Der Schulausschuss des Werra-Meißner-Kreises will sich jetzt verstärkt um die gefährdeten Schulen kümmern und auch die Kommunen miteinbeziehen. Vonseiten des Schulamtes in Bebra wurde dem Landkreis Unterstützung zugesagt.

36 Schulen gibt es im Landkreis

Der Kreis verfügt künftig über 36 Schulen. Neben 20 Grundschulen sind sechs schulformbezogene Gesamtschulen (drei davon mit Oberstufe), eine Integrierte Gesamtschule, ein Gymnasium, ein Oberstufengymnasium, zwei Berufliche Schulen und zwei Förderschulen hier beheimatet. Regenbogenschule und Adam-von-Trott-Schule wurden in Sontra auf einem Schulcampus zusammengelegt, in Wanfried läuft für Gerhart-Hauptmann-Schule und Elisabeth-Selbert-Schule der Umbau.  (Tobias Stück)

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