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Eschwegerin Silvia Becker häkelt 400 Teddybären

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Von: Emily Spanel

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Umgeben von Teddys: Silvia Becker häkelt die Plüschfreunde für kranke Kinder. 400 sollen es werden.
Umgeben von Teddys: Silvia Becker häkelt die Plüschfreunde für kranke Kinder. 400 sollen es werden. © Foto: Dietmar Becker

Teddybären sind Seelentröster. Sie simulieren Grundbedürfnisse wie Nähe, Wärme und Geborgenheit; sind seit jeher vielen Kindern bester Freund und Schmuseobjekt zugleich. Silvia Becker häkelt 400 Stück von ihnen.

Eschwege - Wer erinnert sich nicht daran, wie sehr es in der Kindheit half, in problematischen Situationen in sein Stofftier zu weinen, wie das Kuscheln Ängste plötzlich erträglicher machte – und besser einschlafen konnte man mit dem treuen Plüschhelden im Arm sowieso.

Kinderleid berührt zutiefst

Silvia Becker ist ein Herzensmensch durch und durch. Die Eschwegerin ist jemand, dem Geben mehr Freude bereitet als Nehmen; jemand, der Leid nur schwer ertragen kann. „Im Innersten angerührt“ hat sie so im vergangenen Jahr ein Fernsehbericht über die Kinderkrebsstation der Charité-Universitätsmedizin Berlin.

„Da wollte und konnte ich einfach nicht mehr wegsehen“, sagt die 58-Jährige – und legt los.

Im Handumdrehen hat sie ihren ersten Teddy gehäkelt. Insgesamt 400 der selbst gemachten Seelentröster möchte sie in diesem Jahr fertigen; gespendet werden dann je 100 an Kinderkrebsstationen und -hospize in Kassel, Göttingen, in ihrer Heimatstadt Braunschweig und in Berlin. „35 Teddybären habe ich im Januar schon geschafft“, sagt Silvia Becker glücklich. Fröhlich-bunt sollen sie sein, kuschelig weich und klein, sodass sie gut in Kinderhände passen.

Ein Lächeln ins Gesicht zaubern

„Ich möchte den Kindern, die schon so viel ertragen müssen, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das wäre mir die größte Freude“, sagt die 58-Jährige. In jeder freien Minute widmet sich Silvia Becker nun der guten Sache – neben dem Führen des familieneigenen Geschäfts, den tagtäglichen Aufgaben, Familie und Freunden. „Ich mache das von Herzen gern“, sagt die Eschwegerin mit einem Lächeln. „Denn wenn ich anderen helfen kann, bin auch ich glücklich.“

Die Wolle, das Füllmaterial für die Körper und die Knöpfe für die Augen der Teddys finanziert Silvia Becker in Eigenleistung. „Kein Problem“, sagt sie – wer aber Wolle oder Wollreste übrig hat und/oder diese für das Teddyprojekt der Eschwegerin spenden möchte, könne das gern tun, sagt sie. Die einzige Bedingung: Die Wolle sollte die Häkelnadelstärke 3 haben, damit die gleichbleibende Größe der Teddybären gewährleistet ist.

Wollspenden erbeten

Abgegeben werden können Wollspenden zu den regulären Öffnungszeiten des Staubsaugerservice Dietmar Becker, Brühl 17 in Eschwege.

Von Emily Hartmann

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