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Seit 20 Jahren ist Friedhelm Junghans Bürgermeister

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Von: Julia Stüber

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Seit 2003 Bürgermeister: Friedhelm Junghans ist mittlerweile in seiner vierten Amtszeit.
Seit 2003 Bürgermeister: Friedhelm Junghans ist mittlerweile in seiner vierten Amtszeit. © Julia Stüber

Abterode – Friedhelm Junghans ist seit 20 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Meißner. Damit befindet er sich bereits in seiner vierten Amtszeit.

Abterode – „Eigentlich war es anfangs nie mein Ziel, mal Bürgermeister zu werden“, sagt Friedhelm Junghans. Doch der damalige Bürgermeister Adolf Fritz befand: Friedhelm Junghans ist der Richtige für den Posten. „Ich war schon überrascht. Zu dem Zeitpunkt war ich Anfang 30 und Büroleiter der Verwaltung.“

Nach langen Überlegungen entschied sich Junghans (SPD) dann aber doch für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Drei Gegenkandidaten gab es, am Ende setzte er sich in einer Stichwahl gegen Friedrich Arnold durch. Seit 2003 ist der heute 53-Jährige nun Bürgermeister. „Dass es tatsächlich mal vier Amtszeiten werden, hätte ich nicht gedacht.“ Und doch wurden 20 Jahre daraus.

In diesen Jahrzehnten gab es viele Themen, die die Einwohner der Gemeinde sowie den Bürgermeister beschäftigten und bewegten. Eine der wichtigsten Entscheidungen sei gewesen, dass sich der Umweltdienstleister Bohn in Weidenhausen ansiedelt. „Es war eine schwierige Diskussion. Es ging um den Lärm, um die Gerüche durch den Müll. Aber damit sicherten wir uns finanzielle Stabilität. Letztlich haben wir es geschafft, dass die Ansiedlung kein Störfaktor für die Bürger ist“, sagt Junghans. Auch die Kalksteintransporte durch Germerode (wir berichteten) seien immer wieder ein Thema gewesen. So kritisieren Bürger etwa die Verschmutzung der Straße und das Fahrverhalten der Lkw-Fahrer.

Die ersten zehn Jahre als Bürgermeister standen zudem die defizitären Haushalte der Gemeinde im Fokus. „Dann kam das Thema Schutzschirm auf. Wir haben gekämpft – ab 2015 kam dann die Wende“, erzählt Junghans. Mit Corona und Preissteigerungen kamen wie wohl für jede Kommune neue Herausforderungen dazu. „Besonders während der Pandemie hat mir der Kontakt zu den Menschen gefehlt. Dabei ist das mit das Wichtigste. Wäre das immer noch der Fall, würde mir der Job auch nicht mehr so viel Spaß machen.“

In der aktuellen Amtsperiode stehen noch einige Projekte für die Gemeinde auf dem Programm: Die Dorfentwicklung läuft bis 2027, Maßnahmen sind noch umzusetzen, mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt Abterode wird in 2024 begonnen. Und natürlich ist auch der Glasfaserausbau ein wichtiges Thema. „Wenn wir das alles schaffen, haben wir viel erreicht“, sagt Junghans.

In drei Jahren steht wieder die nächste Bürgermeisterwahl an. Könnte sich Junghans eine fünfte Amtszeit vorstellen? „Es würde mir schwerfallen aufzuhören, wenn kein Kandidat da wäre“, meint der 53-Jährige. In den kommenden Jahren werde sich auch die Frage stellen, ob kleine Gemeinden weiterhin so bestehen können – oder ob aus finanzieller Sicht und aufgrund des hohen Verwaltungsaufwands über Zusammenschlüsse nachgedacht werden müsste.

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