Mit Bus und Bahn unterwegs im ländlichen Raum

Seit einem Jahr lässt HNA-Redakteur Stephan Strotkötter das Auto stehen

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Ein Jahr mit Bahn und Bus: HNA-Redakteur Stephan Strotkötter nutzt den Öffentlichen Personennahverkehr und steigt jeden Morgen am Bahnhof in Witzenhausen in den Bus um. Foto: Steensen

Seit einem Jahr nutzt HNA-Redakteur Stephan Strotkötter, der in Hann. Münden wohnt und in Witzenhausen arbeitet, statt Auto und Motorroller hauptsächlich Busse und Bahnen. Ein Erfahrungsbericht, wie das im ländlichen Raum klappt.

Am Anfang stand die Feststellung: Du treibst zwar regelmäßig Sport, bewegst Dich aber im Alltag trotzdem zu wenig. Denn die meisten Wege erledigte ich mit dem Auto oder dem Motorroller. Doch wie lassen sich Fußwege in den Alltag so integrieren, dass sie auch wirklich gegangen werden?

Die Ausgangslage

Da ich seit einiger Zeit das Auto am Arbeitsplatz nicht mehr brauche, bot sich die Möglichkeit, Bus und Bahn zu nutzen. An meinem Wohnort Hann. Münden ist es eine gute Viertelstunde zu Fuß zum Bahnhof, macht über eine halbe Stunde mehr Bewegung am Tag. In Witzenhausen nutze ich in der Regel den Bus, der häufig das Zentrum mit dem Bahnhof verbindet.

Die Verbindung

Züge fahren zwischen Witzenhausen und Hann. Münden tagsüber in der Regel zwei pro Stunde, allerdings ist es kein Halbstundentakt, der Abstand ist eine Viertel- und eine Dreiviertelstunde. Mit dem Bus in die Stadt geht es morgens in Witzenhausen um 9.26 Uhr, also sechs Minuten nach Ankunft des Cantus, den ich üblicherweise nehme. Abends ist die Wartezeit am Bahnhof ein paar Minuten länger. Insgesamt brauche ich für eine Strecke 20 bis 25 Minuten mehr als mit dem Auto - das ist die Zeit, die ich zu Fuß unterwegs bin. Auch der Besuch im Fitnessstudio am Montag- und Mittwochmorgen lässt sich gut einbinden, da nur ein fünfminütiger Umweg anfällt.

Die Kosten

Die 9-Uhr-Jahreskarte kostet in der Preisstufe 3 des NVV 735 Euro. Das sind pro Kilometer knapp zehn Cent, da ich an manchen Tagen mit dem Auto fahren muss, sonst wären es 8,5 Cent. Letzteres entspricht den reinen Benzinkosten meines Autos. Der ÖPNV ist also die günstigere Alternative, wenn man weitere Betriebskosten des Autos einkalkuliert, und erst recht, wenn man ganz auf ein Auto verzichten kann (zum Beispiel auf den Zweitwagen). Zudem kann ich die NVV-Jahreskarte auch für innerörtliche Fahrten nutzen, was ab und zu vorkommt.

Was für Stephan Strotkötter die Sonnen- und Schattenseiten des ÖPNV sind, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeine.

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