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Mein Verein ist besonders: „Reichensachsen selber machen“ packt im Ort an

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Von: Emily Spanel

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Das „Wichtelsofa“ ist das jüngste Projekt der Initiative. Platz genommen haben Peggy Wiegand von Küllmer-Bau sowie Thorsten Göbel (Tischlerei Wilhelm).
Das „Wichtelsofa“ ist das jüngste Projekt der Initiative. Platz genommen haben Peggy Wiegand von Küllmer-Bau sowie Thorsten Göbel (Tischlerei Wilhelm). © Reichensachsen selber machen

Vereine halten unsere Gesellschaft zusammen. Seit Jahren haben sie mit Problemen zu kämpfen. Und dann kam auch noch Corona. Wir porträtieren besondere Vereine aus unserer Region.

Reichensachsen – Es ist der bequeme Weg, sich über dieses oder jenes aufzuregen und nach der Kommune zu rufen, damit diese Abhilfe bei Problemen schafft oder sich für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse einsetzt. Dabei wird häufig vergessen, dass die Kommune mit ihrer relativ dünnen Personaldecke nicht alles zu leisten vermag. Selber anpacken, Eigeninitiative an den Tag legen – das ist dagegen Grundsatz und Überzeugung der Initiative „Reichensachsen selber machen“.

„Seit der Gründung der Freiwilligeninitiative im Jahr 2019 wurde im größten Wehretaler Ortsteil viel bewegt und investiert“, sagt Alfred Ingrisch – und das trotz der Hemmnisse der Coronapandemie. Weit über 1000 Stunden waren die Ehrenamtlichen mittlerweile für ihren Ort im Einsatz. „Reichensachsen weiterentwickeln, die Gemeinschaft stärken und die Integration von Neubürgern, Familien und jungen Menschen verbessern – dazu wollen wir unseren Beitrag leisten“, erklärt Jörg Sandrock, Sprecher der Initiative.

Die Projekte

So unermüdlich sind die Freiwilligen im Einsatz, dass eine vollzählige Auflistung aller Projekte den Rahmen sprengen würde. Genannt sei aber die drehbare Relaxliege – vom Erbauer „Wichtelsofa“ getauft – ganz in der Nähe vom Mehrgenerationenplatz direkt am Rad- und Wanderweg gelegen und jüngst von der Initiative installiert. Diese wurde von der Firma Küllmer-Bau gesponsert und von Thorsten Göbel (Tischlerei Wilhelm) konstruiert. „Ein sehr gelungenes Gemeinschaftswerk“, sagt Alfred Ingrisch.

Weiterhin wurde die Aufwertung des Wohnmobilstellplatzes „In der Steinlache“ abgeschlossen: Unter anderem wurden ein Informationsschild und eine -tafel, eine Sitzgruppe sowie ein Zaun installiert. Am Abenteuerspielplatz „Am Leimbach“ errichteten die Mitglieder eine Seilbahn – sehr zur Freude der Jüngsten. „Das gesamte Areal ist zu einem Mehrgenerationenplatz ausgebaut worden“, erklärt Jörg Sandrock. Das Pflanzen von Bäumen, das Befreien der örtlichen Flächen vom Wohlstandsmüll sowie die Teilnahme an den Freiwilligentagen des Kreises sind eine Selbstverständlichkeit. Sogar die Patenschaft für das Ehrenmal hat die Initiative übernommen.

Die Finanzierung

Knapp 32.000 Euro sind bislang in unterschiedliche Projekte investiert worden. Davon hat die Gemeinde Wehretal 5000 Euro übernommen (ohne die Leistungen des gemeindlichen Bauhofes). Die Restsumme setzt sich zusammen aus Spenden, Förderungen durch das Regionalmanagement, der Aktion „Starkes Dorf Hessen“, Zuschüssen der Sparkasse Werra-Meißner, der VR-Bank Mitte und der Bürgerstiftung Werra Meißner.

Das Lob

Wehretals Bürgermeister Timo Friedrich ist sehr erfreut, in Reichensachsen solch eine Initiative zu haben, die sich für das Allgemeinwohl einsetzt – ohne die Arbeit der anderen Vereine in Wehretal schmälern zu wollen, die sich ebenfalls sehr gut für die Allgemeinheit einbringen; jeder auf seine Weise.

Der Kontakt

Mitmachen ist erwünscht: Die Gruppe trifft sich an jedem ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr in der Gemeindebücherei im Steinweg 61. Während der Coronapandemie sind keine Treffen möglich. Per Telefon können Interessierte mit Jörg Sandrock in Kontakt treten: 0152/53 46 09 38. Auch eine E-Mail ist möglich an reichensachsenselbermachen@web.de. Aktuelle Informationen gibt es bei Facebook und Instagram.

Aufruf: Ihr Verein ist auch besonders? Dann melden sie sich bei uns und wir berichten über sie: redaktion@werra-rundschau.de

Von Emily Hartmann

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