Fachtag resümiert über Projekt für alleinerziehende Arbeitslose

Selbstbild für Job

Das neue Ich: Die alleinerziehenden Mütter haben nach einer Typ-Beratung ein neues Selbstbewusstsein für zukünftige Bewerbungen erarbeitet. Foto: Hühne

Witzenhausen. „Wie sind meine Kinder versorgt, während ich arbeite?“, „Ohne Führerschein ist mein Bewerbungsspielraum viel zu klein“, „Wie bewerbe ich mich?“ – Das sind nur einige der Sorgen und Fragen, die arbeitslose alleinerziehende Eltern täglich mit sich herumschleppen.

„Andiamo“ begleitete 121 Frauen aus dem Werra-Meißner-Kreis in den vergangenen drei Jahren bei genau diesen Fragen. Das Projekt ist Teil des Bundesprogramms für „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ und soll arbeitslose Single-Eltern wieder in den Beruf bringen.

Im Dezember endet das Projekt. Bei einem Fachtag im Bürgerhaus in Witzenhausen trafen sich alle Beteiligten um die Ergebnisse vorzustellen und über künftige Pläne zu sprechen.

„Es war für uns alle eine Herausforderung, weil plötzlich eine weitgehend unbeleuchtete Personengruppe in den Mittelpunkt gerückt wurde“, sagte Landrat Stefan Reuß der dem Projekt als Schirmherr zur Seite stand. „Wir haben gelernt, dass wir auch künftig viel mehr für Alleinerziehende tun müssen“, lautet das Fazit der Jobcenter-Geschäftsführerin im Werra-Meißner-Kreis, Ute Wagner.

Andiamo lief parallel in Witzenhausen und Eschwege und wurde vom Staat mit einer Millionen Euro gefördert. Regional kamen noch zirka 250 000 Euro vom Jobcenter hinzu.

Die Ergebnisse sind derzeit noch in der Auswertung. Sagen lässt sich aber schon jetzt, dass es für ein Drittel der Frauen auch nach dem Projekt einer Anstellung weitergehen wird. Viele andere befänden sich laut Bernd Hirschfelder, Leiter der Abteilung Werkstatt für junge Menschen, immerhin mit neuem Selbstbewusstsein in der Bewerbungsphase.

Wie es nun weitergeht, steht noch nicht fest. Eins aber ist allen Beteiligten klar: es muss weitergehen! (sjh)

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