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Sibo-Betonfläche in Grebendorf steht zum Verkauf

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Von: Stefanie Salzmann

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Die Gewerbefläche an der Schindergasse in Grebendorf gilt als Filetstück. Die Gemeinde will das Grundstück nun an ein Unternehmen verkaufen.
Die Gewerbefläche an der Schindergasse in Grebendorf gilt als Filetstück. Die Gemeinde will das Grundstück nun an ein Unternehmen verkaufen. © STEFANIE SALZMANN

Die Sibo-Betonfläche in Grebendorf steht zum Verkauf. Das Grundstück soll an einen neuen Gewerbetreibenden verkauft werden.

Grebendorf – Das zirka 5000 Quadratmeter große Gewerbegrundstück an der Schindergasse in Grebendorf, das seit beinahe 50 Jahren von der Firma Sibo-Beton genutzt wurde, soll in die Hände der Wirtschaftsförderung des Werra-Meißner-Kreises gegeben werden, damit diese die Fläche an einen neuen Gewerbetreibenden verkauft.

Einen entsprechenden Antrag hatten die Fraktionen von ÜWG, CDU und FDP am vorigen Donnerstag in die Gemeindevertretung eingebracht, die den Antrag einstimmig angenommen hat. „Das in Toplage gelegene und in Besitz der Gemeinde befindliche Grundstück ist für Gewerbetreibende infrastrukturell perfekt“, heißt es in dem Antrag. Dadurch könne die Gemeinde zum einen Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig Gewerbesteuern für die Kommune generieren. Der Gemeindevorstand wurde jetzt beauftragt, das Vorhaben anzuschieben.

Grebendorf: Sibo-Betonfläche steht zum Verkauf

Die Firma Sibo-Beton hat ein neues Betonwerk an der Thüringer Straße in Eschwege gebaut, das noch in diesem Jahr den Betrieb aus Grebendorf vollständig übernehmen wird. Das Werk in Grebendorf muss von dem Unternehmen, das an die Gemeinde bisher eine jährliche Pacht von 7320 Euro zahlte, zurückgebaut werden. Die Kosten des Rückbaus, die Sibo-Beton tragen muss, liegen geschätzt zwischen 500 000 und 700 000 Euro.

Der jetzt beschlossene Verkauf des Grundstückes steht in jeder Hinsicht den Plänen von Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill entgegen. Brill wollte auf der gemeindeeigenen Fläche, die laut Bebauungsplan als Gewerbefläche ausgewiesen ist, eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Dort sollte eine neue Halle für den Bauhof der Gemeinde gebaut werden und zudem der Sammelplatz für die Holzige Biomasse entstehen.

Zum Verkauf: Sibo-Betonfläche in Grebendorf

Die neue Maschinenhalle soll nun auf einem Grundstück der Gemeinde neben dem jetzigen Bauhofstandort am Riethweg gebaut werden, der Sammelplatz für die Holzige Biomasse bleibt für die kommenden zwei Jahre ebenfalls am Riethweg.

Für die neue Bauhofhalle gibt es derzeit ein Kostenangebot von knapp 113  000 Euro für eine Systemhalle, zuzüglich der Kosten für Fundamente und Bodenplatte. Eine Entscheidung, ob und wann die Halle gebaut wird, ist noch nicht gefallen. Im aktuellen Investitionsplan der Gemeinde für 2022 sind derzeit dafür 150 000 Euro veranschlagt.

Vom Acker zur Gewerbeimmobilie 

Bis 1974 war das heutige Sibo-Beton-Gelände eine landwirtschaftliche Nutzfläche, die vom Eigentümer an Sibo-Beton verpachtet wurde. Im Jahr 2000 verkaufte der Eigentümer die Fläche an die Hessische Landgesellschaft (HLG), 2010 kauft die Gemeinde Meinhard das Grundstück von der HLG und übernimmt den nach wie vor bestehenden Pachtvertrag mit Sibo-Beton. Dieser wird wegen des Umzuges des Unternehmens nun vorzeitig aufgelöst. salz

Von Stefanie Salzmann

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