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Gleichstellungsbüro des Werra-Meißner-Kreises ist in die Innenstadt gezogen

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Neuer Standort am Marktplatz: (von links) Marion Justkowiak-Rusch vom Gleichstellungsbüro, Gleichstellungsbeauftragte Thekla Rotermund-Capar und Landrätin Nicole Rathgeber vor den neuen Räumen.
Neuer Standort am Marktplatz: (von links) Marion Justkowiak-Rusch vom Gleichstellungsbüro, Gleichstellungsbeauftragte Thekla Rotermund-Capar und Landrätin Nicole Rathgeber vor den neuen Räumen. © Eden Sophie Rimbach

Eschwege – In der Innenstadt und dennoch nicht zu zentral: So ist das Gleichstellungsbüro des Werra-Meißner-Kreises nun zu erreichen. In den neuen Räumen am Marktplatz 28 begrüßten die Gleichstellungsbeauftragte Thekla Rotermund-Capar und Marion Justkowiak-Rusch nun Landrätin Nicole Rathgeber und Landkreis-Sprecher Jörg Klinge.

„Es ist etwas anderes, als in die Kreisverwaltung zu kommen“, sagt Thekla Rotermund-Capar. Den Betroffenen falle der Weg ins Gleichstellungsbüro damit leichter. Erhöht habe sich auch die Sichtbarkeit. Die Gleichstellungsbeauftragte erlebt, wie Menschen vor dem mit Plakaten, Schriftzug und dem Wappen des Kreises versehenen Schaufenster stehen bleiben und über das Thema Gleichstellung reden. Mit Fragen können Menschen laut Thekla Rotermund-Capar gern ins Büro kommen.

Das Angebot des Gleichstellungsbüros richtet sich an alle Menschen, die sich benachteiligt fühlen. In der Beratung werde geschaut, wo die Probleme eines Menschen liegen. Ausgehend davon werde er an weitere Stellen vermittelt. Um Betroffene zu schützen, finden die Beratungsgespräche in einem Raum statt, der nicht von der Straße aus einsehbar ist. Zusätzlich gibt es einen Wickelbereich und einen Stillstuhl. Erreichbar ist das Gleichstellungsbüro sowohl über den Vorder- als auch über einen diskreten Hintereingang. Der vordere Raum werde eher für Gespräche zum Vernetzen genutzt.

Alles an seinem Platz

Mitte November vorigen Jahres ist das Gleichstellungsbüro umgezogen, seit Dezember ist nun alles an seinem Platz. Thekla Rotermund-Capar dankt vor allem Nicole Rathgeber. Sie habe ihre Idee schon beim ersten Gespräch Anfang 2022 unterstützt. Zuvor hatte das Gleichstellungsbüro ein Schaufenster an der Engen Gasse gestaltet, um auch während der Corona-Pandemie sichtbar zu sein.

Wie Kreissprecher Klinge erklärt, könne sich durch den Umzug auch zeigen, wie Angebote des Kreises in andere Räume angenommen würden. Denkbar sei das auch für weitere Beratungsstellen wie „Technik im Alter“. Wenn Räume genutzt werden, die für Geschäfte inzwischen zu klein sind, wirke das auch dem Leerstand in der Innenstadt entgegen. Eine Gruppe Kinder sei laut Thekla Rotermund-Capar zuerst auf das Gleichstellungsbüro aufmerksam geworden und habe Fragen gestellt. „Mein Fokus ist in den letzten Jahren in Richtung Kinder gegangen“, sagt sie. Denn Gleichstellung sei ein strukturelles Problem und müsse früh Thema sein. Zudem seien Kinder immer Opfer, sobald eine Familie von Benachteiligung betroffen ist.

Angebote wie das Familienbüro soll eine Broschüre „Stadterkundung“ vorstellen, die zum Internationalen Frauentag herausgegeben werde. Ebenfalls am 8. März kommt Boris von Heesen, Autor von „Was Männer kosten“, nach Eschwege. Hierfür kooperiert das Gleichstellungsbüro mit dem Männerberater und der Buchhandlung Heinemann. Zum Equal Care Day werde der Film „Wie im echten Leben“ gezeigt und auch weitere Veranstaltungen sowie eine Ausstellung zum Thema häuslicher Gewalt sind geplant.

Von Eden Sophie Rimbach

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