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Ramona Junker ist die neue Vorsitzende der Feuerwehr Weidenhausen

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Von: Julia Stüber

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Vereinsvorsitzende: Ramona Junker ist bei der Feuerwehr Weidenhausen seit einem halben Jahr die Vereinsvorsitzende. Zuvor gab es nur Männer, die diesen Posten übernommen hatten.
Vereinsvorsitzende: Ramona Junker ist bei der Feuerwehr Weidenhausen seit einem halben Jahr die Vereinsvorsitzende. Zuvor gab es nur Männer, die diesen Posten übernommen hatten. © julia stüber

Der Vorsitz geht bei Feuerwehr Weidenhausen geht erstmalig an eine Frau: Ramona Junger übernimmt den Job.

Weidenhausen – Wenn Ramona Junker über ihren Job berichtet, dann schwingt Begeisterung in jedem Satz mit. Sie liebt, was sie tut. Die 61-Jährige ist seit einem halben Jahr Vereinsvorsitzende bei der Feuerwehr Weidenhausen. Damit ist sie die erste Frau, die seit der Gründung des Vereins im Jahr 1928 diesen Posten übernimmt.

Als die Weidenhäuserin gefragt wurde, ob sie sich diese Tätigkeit vorstellen könnte, war Junker zunächst ein wenig überrascht. Doch nach fünf Jahren als stellvertretende Vorsitzende war klar: Junker ist die Richtige – und so wurde sie auch für dieses Amt gewählt. Damit folgte sie auf Thomas Hellwig.

Bereits im Jahr 2006 wurde Junker Teil der Feuerwehr. „Es gab damals zu wenig Mitglieder. Mit sechs bis acht weiteren Frauen traten wir in den Verein ein“, sagt die Hauswirtschaftlerin. Sie absolvierten den Grundlehrgang, waren bei Einsätzen dabei. Und das sorgte damals schon für Aufsehen: „Es war für manche Leute schon ungewöhnlich, dass wir Frauen jetzt zu den aktiven Mitgliedern gehörten – vor allem bei älteren Menschen war das ein Thema.“ Heute sei das allerdings völlig normal. Von den 200 aktiven und passiven Mitgliedern bei der Feuerwehr Weidenhausen seien etwa 25 Prozent Frauen. Das Bild habe sich – auch auf Kreisebene – gewandelt, Frauen seien genauso wie Männer in der Feuerwehr akzeptiert.

Und das spürt die 61-Jährige auch in ihrer neuen Funktion: Akzeptanz und Unterstützung von allen Mitgliedern der Feuerwehr Weidenhausen. „Ich wurde mit diesem neuen Job nicht ins kalte Wasser geworfen. Wenn Hilfe benötigt wird, dann sind die Mitglieder zur Stelle. Die Anerkennung ist da“, sagt Junker. Genau diesen Zusammenhalt innerhalb des Vereins will die neue Vorsitzende auch weiterhin stärken – das ist ihr ein besonders wichtiges Anliegen. Doch es gibt noch mehr zu tun: Vorstandssitzungen, die Organisation des Osterfeuers alle zwei Jahre, das Angerfest, Lehrgänge für die Aktiven und viele weitere Veranstaltungen gehören jetzt – gemeinsam mit weiteren Mitgliedern – zu der Arbeit als Vorsitzende dazu.

„Es sind schon einige Aufgaben dazu gekommen, um die ich mich als Chefin jetzt auch kümmern muss. Manchmal wird es stressig, wenn ich Familie, Feuerwehr und meine Arbeit als Hauswirtschaftlerin unter einen Hut bringen muss. Aber das klappt sehr gut – ich brauch das einfach“, sagt Junker. Von Julia Stüber

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