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Sie ist die neue Pfarrerin am Kloster Germerode

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Von: Julia Henniges

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Nach 15 Jahren als Gemeindepfarrerin in Niestetal besetzt Frauke Leonhäuser nun die Pfarrstelle am Kloster Germerode.
Nach 15 Jahren als Gemeindepfarrerin in Niestetal besetzt Frauke Leonhäuser nun die Pfarrstelle am Kloster Germerode. © Julia Stüber

15 Jahre war Frauke Leonhäuser Gemeindepfarrerin in Niestetal. Seit Kurzem besetzt sie die Pfarrstelle für Spiritualität und Geistliches Leben am Kloster Germerode.

Germerode – Sie ist die direkte Nachfolgerin von Pfarrerin Susanne Böhringer beziehungsweise von Pfarrer Dr. Manfred Gerland. „Ich möchte Menschen einen Raum eröffnen und Angebote machen durch die sie selbst eine spirituelle Erfahrung machen und zu sich selbst sowie zu Gott kommen“, sagt Leonhäuser.

Spiritualität bedeutet für die Pfarrerin, dass hinter den Dingen, die Menschen sehen, riechen und schmecken können, ein Mehr steht. Nach ihrem christlichen Verständnis sei die Spiritualität aber immer auch mit der Vernunft gekoppelt.

Für die 57-Jährige ist die Klosteranlage ein besonderer Ort. Von der Vielseitigkeit der Gemeindearbeit wechselt sie nun „von der Breite in die Tiefe“, wie Leonhäuser selbst sagt. Gleichzeitig übernimmt die Pfarrerin auch die Geschäftsführung des Tagungshauses Kloster Germerode. Bestehende Angebote – zum Beispiel das Fasten, Pilgern sowie Meditationen – will sie weiterentwickeln. „Ich möchte auch Angebote für unterschiedliche Generationen schaffen.“

Auch die „Netzwerkarbeit“ innerhalb der der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört zu ihren Aufgaben. So werden beispielsweise kirchliche Gruppen begleitet und beraten. Jetzt möchte sich Leonhäuser aber zunächst die Zeit nehmen, um die Menschen, die Orte und die verschiedenen Akteure des Klosters kennenzulernen.

Dass sie Pfarrerin werden möchte, das war für die 57-Jährige früh klar: „Die Idee kam während meiner Konfirmation auf. Als Abiturientin habe ich mich dafür dann entschieden.“

Leonhäuser studierte Theologie und war als Praktikantin sogar in Brasilien – dort arbeitete und lebte sie mit einer Diakonisse. Später war sie Pfarrerin in Bad Hersfeld, leitete dann die Telefonseelsorge in Fulda und kam anschließend als Pfarrerin nach Niestetal. Nun hat es sie und ihren Lebensgefährten nach Germerode gezogen. „Die Klosteranlage birgt einen Schatz in sich. Den möchte ich nutzen, um Menschen hierher einzuladen. Der Ort soll belebt und durch Menschen beseelt sein – das Kloster ist kein Museum.“

Am Sonntag, 12. Juni, 14 Uhr, wird Frauke Leonhäuser mit einem Gottesdienst und Begegnungen am Kloster offiziell in ihr Amt eingeführt. (Von Julia Stüber)

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