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Reichensächserin Maike Liese gewinnt Ausbildung zur Rettungsschwimmerin

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Von: Emily Spanel

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Maike Liese absolviert die Ausbildung.
Maike Liese absolviert die DLRG-Ausbildung zur Rettungsschwimmerin. © Emily Hartmann

Reichensachsen – Maike Liese ist eine von Hessens Heldinnen. Eine Heldin im Wasser, um genau zu sein, denn die Reichensächserin hat sich an der gleichnamigen Aktion des Radiosenders HR3 beteiligt und eine Ausbildung zur Rettungsschwimmerin gewonnen.

Rettungsschwimmer, und das ist der bittere Hintergrund der Radioaktion, werden derzeit händeringend gesucht, um Flüsse und Seen, Bäder und Strände zu sicheren Orten zu machen. Wegen der Pandemie fehlt noch dazu ein kompletter Jahrgang ausgebildeter Rettungsschwimmer. Und wie fast überall ist Nachwuchs schwer zu finden.

Maike Liese dagegen möchte Verantwortung übernehmen; helfen, wenn jemand in Not ist. Im Ernstfall rettet die 30-Jährige mit ihren neu gewonnenen Kenntnissen und Fähigkeiten in und an Gewässern Leben. „Ich möchte nicht ratlos daneben stehen und zusehen müssen, wie ein Mensch ertrinkt“, sagt die Reichensächserin überzeugt.

100 Ausbildungsplätze

Eine Leidenschaft für das Schwimmen bringt sie von Hause aus mit, war etwa mehrere Jahre Mitglied in der Schwimmabteilung des Eschweger TSV. Als sie im Frühsommer von der Rettungsschwimmer-Aktion im Radio hört, ist sie sofort Feuer und Flamme.

100 Ausbildungsplätze gibt es bei der Aktion, die der Sender in Kooperation mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) anbietet, zu gewinnen. Die Resonanz aber ist so überwältigend, dass HR3 in eine nächste Runde geht: Noch einmal werden 100 Ausbildungsplätze vergeben, und diesmal hat Maike Liese Glück. „Die Aktion ist sinnvoll und wichtig“, sagt die 30-Jährige, die ihre Ausbildung kurz darauf beim DLRG in Witzenhausen begonnen hat.

„Der Blick wurde durch die Radioaktion auf unsere Arbeit gelenkt, und wir haben dadurch viel Wertschätzung erfahren“, ergänzt Angela Fischer, Ausbilderin beim DLRG Witzenhausen.

Abzeichen in Bronze, Silber und Gold

Die Rettungsschwimmer-Ausbildung ist anspruchsvoll – aber auch für diejenigen gut machbar, die ohne vorherige Spezialkenntnisse antreten. Die Rettungsschwimmabzeichen gliedern sich in Bronze, Silber und Gold. Für den tatsächlichen Wachdienst benötigt man das Silber-Abzeichen.

Maike Liese hat sich entschieden, zuerst das Bronze-Abzeichen abzulegen. Dafür trainiert sie einmal wöchentlich mit dem Team um Angela Fischer etwa das Streckentauchen und Transportschwimmen. Prüfungsinhalt ist auch das Schwimmen in Kleidung (100 Meter in höchstens vier Minuten). Das ist wesentlich schwerer, als man es sich im ersten Moment vorstellt, denn hat sich die Kleidung erst mal mit Wasser vollgesogen, wird es extrem anstrengend. „Wichtig ist auch das Erlernen von Fertigkeiten zur Vermeidung von Umklammerungen“, konkretisiert Angela Fischer. Denn man muss sich aus Halsumklammerungen befreien können, wenn der Patient im Wasser in Panik gerät, um ihn anschließend sicher aus dem Wasser zu ziehen.

Rettungsschwimmer gesucht

Maike Liese jedenfalls ist begeistert von ihrer Chance und möchte auf ihrem Bronze-Abzeichen aufbauen. Das DLRG freut sich des Weiteren über jeden Interessenten – wer sich informieren oder auch einen Kurs besuchen will, kann über Facebook „DLRG Ortsverband Witzenhausen e.v.“ oder Telefon 0 55 42/5 07 03 10 Kontakt aufnehmen.

Weitere Informationen gibt es außerdem im Internet unter dlrg.de

Von Emily Hartmann

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