1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

Psychosoziale Notfallversorgung des DRK unterstützt kirchliches Angebot

Erstellt:

Von: Per Schröter

Kommentare

Im Rahmen der Infoveranstaltung in Witzenhausen stellten der PSNV-Fachbeauftragte Dirk Hewig (hinten) und seine Stellvertreterin Bärbel Roßner (links) das Leitungsteam der neu gegründeten PSNV-Einsatzgruppe vorgestellt. Das sind (von links) Sina Mackensen und Marco Inthorn (Kassel-Wolfhagen), Saskia Magdalena Purbst und Thorsten Hellemann (Kassel-Land) sowie Vanessa Stroh und Andre Marczyk (Witzenhausen).
Im Rahmen der Infoveranstaltung in Witzenhausen stellten der PSNV-Fachbeauftragte Dirk Hewig (hinten) und seine Stellvertreterin Bärbel Roßner (links) das Leitungsteam der neu gegründeten PSNV-Einsatzgruppe vorgestellt. Das sind (von links) Sina Mackensen und Marco Inthorn (Kassel-Wolfhagen), Saskia Magdalena Purbst und Thorsten Heilemann (Kassel-Land) sowie Vanessa Stroh und Andre Marczyk (Witzenhausen). © Per Schröter

Das DRK bietet eine Psychosoziale Notfallversorgung an.

Witzenhausen – Wenn Menschen unvorbereitet durch plötzlich eintretende Not- oder Unglücksfälle im privaten Umfeld aus der Normalität ihres Lebens herausgerissen werden, benötigen viele von ihnen seelische Unterstützung. Bislang war dafür im Werra-Meißner-Kreis die Notfallseelsorge der Kirchen zuständig. Diese soll künftig durch die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ergänzt werden.

„Das Thema Psychosoziale Notfallversorgung hat besonders durch die Flutkatastrophe im Ahrtal im vergangenen Jahr noch einmal an Stellenwert gewonnen“, sagte Andre Marczyk, Vertreter der Bereitschaften im DRK-Kreisvorstand und PSNV-Fachbeauftragter beim Kreisverband Witzenhausen, am Samstag bei einer Infoveranstaltung. Daran nahmen rund 20 Kreisbereitschaftsleiter und Einsatzkräfte der DRK-Kreisverbände aus Witzenhausen, Eschwege, Kassel-Land und Kassel-Wolfhagen teil.

„Bislang war im Bereich PSNV in der Region nur der Kreisverband Kassel-Wolfhagen mit einem Kreisinterventionsteam aktiv“, so Marczyk. Weil es dort jedoch aktuell eine Umstrukturierung gebe, hätten sich die Verantwortlichen der Kreisverbände in Witzenhausen und Kassel-Land entschlossen, die Chance zu nutzen und eine Kooperation in Form einer gemeinsamen Einsatzgruppe einzugehen.

„Ein wichtiger Vorteil einer solchen Kooperation ist der Erfahrungs- und Ideenaustausch“, betonte Marczyk. Weitere Vorteile seien unter anderem die gemeinsame Ausbildung und die damit verbundene Kostenersparnis, die höhere Zahl an Einsatzkräften, das Schaffen von Qualitätsstandards und Professionalisierung sowie mehr Aufmerksamkeit durch ein breiteres Netzwerk.

„Außerdem entsteht durch die Zusammenarbeit der drei Kreisverbände ein sehr großes Einsatzgebiet mit einer besseren Verfügbarkeit der weiter gestreuten Einsatzkräfte gerade im westlichen Teil des Werra-Meißner-Kreises und im östlichen Teil der Stadt und des Landkreises Kassel“, so Marczyk. Als neue Einsatzformation ergebe sich zudem die Möglichkeit einer „schnellen Einsatzgruppe PSNV“ für Großschadenslagen sowie eine Zusammenarbeit mit dem Landesverband „Landesstärkung“ in Fritzlar. „Diese Art von Kooperation und diese Art von Struktur ist einzigartig und hat viel Potenzial“, betonte Marczyk. „Wir freuen uns sehr, ein Teil dieses Projektes zu sein.“

„Psychosoziale Notfallversorgung gehört inzwischen zu den einsatzreichsten Bereichen des Deutschen Roten Kreuzes“, sagte Dirk Hewig, PSNV-Fachbeauftragter beim DRK-Landesverband Hessen. „Diese Aufgabe steht uns sehr gut, weil wir aus vielen anderen Bereichen Kompetenzen mitbringen und sowohl Kontakte als auch Netzwerke haben.“ Und das zahle sich besonders in großen Katastrophenlagen wie zuletzt im Ahrtal aus. (per)

Auch interessant

Kommentare