Sieger auf vier Rädern

Auf der Jagd nach Titeln: Eine Familie im Superquad-Fieber

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Immer vorne weg: Markus (links) und Manuel Nuhn auf ihren Rennfahrzeugen.

Velmeden. Bei Familie Nuhn in Velmeden geht es rasant zu. Fast die ganze Familie ist in der Freizeit auf auf dem Superquad unterwegs, einem Quad ohne Straßenzulassung, mit dem Rennen gefahren werden. Damit sind Vater Markus und Sohn Manuel sogar richtig erfolgreich.

Manuel wurde schon zweimal Deutscher Meister und holte in diesem Jahr - ebenso wie sein Vater - den Vize-Titel.

Dabei ist Manuel Nuhn noch gar nicht lange im Renn-Geschäft. Erst 2013 fing er mit einem günstigen Quad an. Der Papa kam auf die Idee, dass er einfach mal ein Rennen fahren sollte, berichtet Manuel. Vorausgegangen waren erste Fahrversuche auf einer schneebedeckten Wiese, bei denen sich Manuel sehr geschickt anstellte, erinnert sich sein Vater. „Also sind wir einfach mal zu einem Rennen gefahren.“ Schnell merkten sie: Mit dem günstigen Quad kommen sie nicht weit, ein Flitzer mit mehr Leistung musste her. Mit dem konnte Manuel dann sein Können zeigen und sich bereits im ersten Jahr die Meisterschaft sichern - von der er bis zum letzten Rennen der Saison nicht wusste, dass er überhaupt darum mitfährt. Da verriet ihm sein Vater erst, dass er den Sohn für die Meisterschaftswertung angemeldet hatte.

Auch 2014 war keiner so schnell wie Manuel. Wieder holte er den Gesamtsieg seiner Altersklasse, bevor er 2015 wegen der Schule pausierte. Da legte allerdings sein Vater los und in diesem Jahr freuten sie sich gemeinsam über ihre Vize-Titel. Wer so gut sein will, muss investieren. Rund 4500 Euro kostete die Rennmaschine von Manuel. Geld, das über Sponsoren eingeworben wird.

Erfolgreiches Duo: Markus Nuhn und Sohn Manuel fahren ihren Konkurrenten auf den Quads davon.

Fünf bis sechs Superquad-Rennen gab es bisher pro Saison auf Go-Kart-Bahnen in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland bei denen es galt, in zwölf Minuten die schnellste Runde zu drehen. Dazu reiste die gesamte Familie Nuhn mit Wohnmobil und Hänger an, um die Rennfahrer zu unterstützen.

Auch 2017 wollen die Nuhns wieder angreifen: Dann, da ihre Serie eingestellt wurde, im so genannten Shorttrack. Dabei wird in einem Oval auf Geschwindigkeit gefahren. Bis zu 80 Stundenkilometer schnell wird Manuel dann über die Strecke brausen. Angst vor der Geschwindigkeit hat er dabei nicht. „Ich fahre mit einer Hand mit 60 bis 70 Klamotten durch die Kurve“, sagt er und grinst. Damit ihm dabei nichts passiert, sind die Maschinen der Nachwuchsfahrer gedrosselt, zudem tragen sie Helm und Protektoren. Bis er allerdings die Tricks seines Vorbilds Stephane Morin drauf hat, wird es wohl noch etwas dauern. „Der fährt auf einem Rad durch die Kurve“, erzählt Manuel.

Und wenn Vater und Sohn mal keine Lust mehr auf Rennen haben? Dann ist für Nachwuchs in der Familie gesorgt. Die 14-jährige Marcella setzt sich ohne Rennen gerne aufs Quad und auch die sechsjährige Leandra fährt schon. Nur die vierjährige Taya ist noch zu klein - noch.

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