Auf Burg Ludwigstein wurde der Grundstein für den Enno-Narten-Bau gelegt

Ein Signal für die Region

Grundstein für den Enno-Narten-Bau: Staatssekretärin Petra Müller-Klepper wird von Dirk Pretzell (links) und Benjamin Neunes von der Bauhütte unterstützt. Im Hintergrund das Wirtschaftsgebäude der Burg Ludwigstein, für das vor 25 Jahren der Grundstein gelegt worden war. Foto: Strotkötter

Burg Ludwigstein. Die Kassette mit Baudokumenten, einer Zeitung und Münzen gab es zwar gestern Mittag auf Burg Ludwigstein, ein Grundstein im Sinn des Wortes fehlte aber bei der Grundsteinlegung für den Enno-Narten-Bau. Auch das war ein Zeichen dafür, dass dieser Bau etwas anders ist als die meisten anderen. Denn er wird in Lehmbauweise ausgeführt, und so kam die Metallkassette zwischen zwei Strohballen.

Eine ressourcenschonende Bauweise, die Nutzung von Biomasse und Sonnenenergie sind das eine, der hohe Grad an Eigenleistung das andere, was den Bau besonders macht. Am Wochenende fand nämlich auch die zehnte Bauhütte der Burg statt, bei der sich wieder Freiwillige an Sanierungsarbeiten gemacht hatten.

Ein Traum erfüllt sich

Und natürlich hofft Eva Eisenträger, die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung, dass sich am Bau viele Freiwillige beteiligen und dass alle Bünde Hand in Hand arbeiten. Sie dankte natürlich all denen, die sich dafür eingesetzt haben, dass der Enno-Narten-Bau entstehen kann. Sie sprach auch davon, dass sich damit ein Traum erfüllt. Besonders wichtig war ihr, dass alle von dem Neubau profitieren werden: Das Archiv ebenso wie die Jugendbildungsstätte, die Bauhütte, die Bünde und letztlich auch die Burgherberge.

Staatssekretärin Petra Müller-Klepper wies unter anderem auf die nationale Bedeutung der Burg hin. Jungen Menschen machten sich hier mit Mitteln der Musik, des Theaters, des Handwerks oder der Recherche auf die Suche nach historisch-politischen Zusammenhängen. Das Land Hessen ist mit 350 000 Euro der größte Zuschussgeber für das Projekt, der Bund steuert 150 000 Euro bei, die Stiftung Jugendmarke 200 000 Euro. Insgesamt soll das Projekt 825 000 Euro kosten.

Am Zeltplatz

In dem Gebäude, das am Zeltplatz liegt, wird es eine Küche und Sanitärräume für eben diesen geben sowie Seminarräume, Lager fürs Archiv, eine Werkstatt und Büros.

Der Tag der Grundsteinlegung war übrigens ganz bewusst gewählt: Am 10. Januar 1973 starb Enno Narten in Hannover. Einen kurzen Abriss der Geschichte der Jugendburg gab Prof. Jürgen Reulecke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Dokumentation der Jugendbewegung. Er war dafür prädestiniert, hatte er doch schon vor 25 Jahren zur Grundsteinlegung für das Wirtschaftsgebäude gesprochen.

Landrat Stefan Reuß betonte die Bedeutung, die die Wappenburg für den Kreis hat: Der Neubau sei ein Signal für die gesamte Region. (stk)

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