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Situ Sabine Schymanski sucht weitere Klinikclowns für den Werra-Meißner-Kreis

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Auf die Menschen vor Ort gehen (von links) Situ Sabine Schymanski und Thomas Hof ein. So tanzen Clown Maggi und Clown Baldur bei Lebenswert Rexrodt in Wanfried auch mal, wie hier mit Margarethe Ferl.
Auf die Menschen vor Ort gehen (von links) Situ Sabine Schymanski und Thomas Hof ein. So tanzen Clown Maggi und Clown Baldur bei Lebenswert Rexrodt in Wanfried auch mal, wie hier mit Margarethe Ferl. © Eden Sophie Rimbach

Regelmäßig besucht Situ Sabine Schymanski als Klinikclown Maggi Lebenswert Rexrodt in Wanfried und das Evangelische Altenhilfezentrum Haus Salem in Witzenhausen. Sie hat die Clowniversity gegründet und möchte ein Netz aus Klinikclowns im Kreis aufbauen.

Werra-Meißner – Lachen, aber auch Wut und Trauer zulassen und eine Ablenkung für erkrankte Menschen und Mitarbeiter schaffen: Das ist das Ziel von Klinikclowns. Im Werra-Meißner-Kreis gibt es laut Situ Sabine Schymanski bislang wenige. Sie möchte daher ein Netz aus mindestens acht Akteuren aufbauen.

Wenn die Clowns in verschiedenen Konstellationen auftreten, würden die Auftritte ihre Frische behalten, erklärt sie. Mit Thomas Hof hat sie einen Spielpartner, der zwar in Kassel lebt, aber sie im Kreis unterstützt.

Vor 18 Jahren schloss sie die Ausbildung zum Klinikclown ab und gehört als Gründungsmitglied dem Verein Dr. Clown in Bielefeld an. Nach ihrer Rückkehr in den Werra-Meißner-Kreis hat sie die Clowniversity gegründet.

„Clown spiegelt das Gefühl“

Auf ein festes Engagement bei Lebenswert Rexrodt in Wanfried (wir berichteten) folgte ein zweites im Evangelischen Altenhilfezentrum Haus Salem in Witzenhausen. Über die Agentur Kompass wurde die BKK auf ihre Arbeit aufmerksam und fördert sie. Zusätzlich besucht Situ Sabine Schymanski in Kassel Kinder auf den Stationen für Chirurgie, Epilepsie, Neurologie und Onkologie.

Besonders bei kranken Kindern und Erwachsenen sei es gut, wenn die Clowns sich gegenseitig anspielen können. So habe das Kind oder der Erwachsene nicht das Gefühl, reagieren zu müssen, sondern könne auch nur Zuschauer sein. „Der Clown ist nicht unbedingt lustig, der Clown spiegelt das Gefühl“, erklärt Situ Sabine Schymanski, dass ein Klinikclown auch Wut und Trauer der anderen tragen könne.

Wichtig sei es für die Menschen, dass sie dem Clown gegenüber keine Verpflichtungen empfinden müssten, wie es bei Besuch aus dem privaten Umfeld und Mitarbeitern einer Klinik der Fall sei.

Mit Humor für eine Ablenkung sorgen

„Eigentlich spielen wir immer mit den gesunden Anteilen der Menschen“, sagt Situ Sabine Schymanski, die auch bei an Demenz erkrankten Menschen auftritt. In der Gelotologie (Lachforschung) ist inzwischen nachgewiesen, dass Lachen auch physisch gesund ist. Zudem gebe es den Menschen eine andere Sichtweise und lenke von Schmerzen und negativen Gedanken ab.

Selbst habe sich Situ Sabine Schymanski als Krankenpflegerin bei der ständigen Präsenz von Krankheit und Druck auf den Stationen mehr Humor gewünscht. Sowohl beim Studium der Theater-Pädagogik als auch bei der Supervisions-Ausbildung beschäftigte sie sich in ihren Abschlussarbeiten mit dem Thema.

Sie sagt: „Wenn wir als Clowns auf die Station kommen, sind wir nicht nur für die Patienten da.“ Für diese Arbeit suche sie sowohl bereits ausgebildete Klinikclowns als auch Interessierte, die die Clowniversity besuchen möchten.

Ausbildung startet am 17. März

Die sieben Module finden zwischen dem 17. März dieses und des kommenden Jahres jeweils ab Freitagnachmittag und über das Wochenende sowie bei einem Termin an einem Donnerstag statt. Unterstützt wird Situ Sabine Schymanski von fünf Clownlehrern.

Am Samstag (11. Februar) und am Sonntag (5. März) finden von 10 bis 16 Uhr Schnuppertermine statt. Sowohl die Kurse als auch die Schnuppertermine sind kostenpflichtig.

Anmeldung ist möglich unter Tel. 0160/100 66 34.

(Eden Sophie Rimbach)

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