Stimmen zu der Bekanntgabe der Kanzlerkandidaten von Grünen und CDU

So sehen lokale Politiker die Entwicklung in Berlin

Im September geht es bei der Bundestagswahl auch um die Kanzler-Frage.
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Im September geht es bei der Bundestagswahl auch um die Kanzler-Frage.

Vertreter von Grünen, SPD und CDU sehen jeweils ihren Kanzlerkandidaten klar vorne.

Werra-Meißner – Wenn am 26. September der neue Bundestag gewählt wird, stellen sich auch drei Kanzlerkandidaten dem Votum der Wähler. Schon länger bekannt ist, dass Olaf Scholz für die SPD ins Rennen geht. Diese Woche gaben dann auch Armin Laschet für die CDU und Annalena Baerbock für die Grünen ihre Kandidatur bekannt. Wir haben bei den Kreisvorsitzenden um eine Stellungnahme zu den Kandidaturen gebeten.

Grüne

„Das gleichberechtigte Zusammenspiel von Annalena Baerbock und Robert Habeck in den letzten drei Jahren hat die Grünen in eine neue Phase geführt. Wir sind in der Position, um die Führung in diesem Land streiten zu können. Und das werden wir mit ganzer Leidenschaft tun“, sagt der Kreissprecher der Grünen, Felix Martin. Er sei dankbar, dass die Parteivorsitzenden Baerbock und Habeck die wichtige „K-Frage“ so gut in Gemeinsamkeit, Vertrauen und Verantwortung geklärt haben. Weiter sagt Martin, Baerbock habe den klaren politischen Kompass, die Energie und die Willensstärke, die es als Kanzlerin brauche, um nötige Veränderungen im Land voranzutreiben. Sie stehe für Erneuerung und einen entschiedenen, transparenten, lernfähigen und selbstkritischen Politikstil. Martin: „Sie hat die Ideen, die Streitbarkeit und die Dialogfähigkeit, um Klimaschutz voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Sie ist leidenschaftliche Europäerin mit tiefem Verständnis für außenpolitische Fragen. Für mich vereint Annalena Baerbock Führungsstärke, politische Erfahrung, Authentizität und Mitmenschlichkeit.“

SPD

„Mir ist es eigentlich egal, wer gegen Olaf Scholz verliert“, sagt SPD-Unterbezirksvorsitzender Knut John zu den Gegenkandidaten. „Hauptsache ist, dass Olaf Scholz gewinnt und dafür werde ich kämpfen.“ Allerdings sei der Kampf um die Kanzlerkandidatur nichts, was die SPD momentan im Kreis berühre. Hier sei stattdessen wichtig, dass die SPD bei ihren Inhalten bleibe und die Menschen vor Ort unterstütze. „Es ist entscheidend, dass wir gut aus der Pandemie herauskommen“, sagt John. So sei auch der Kampf um die Kandidatur in der CDU für John kein Thema. Für ihn findet der Wahlkampf erst im September statt und bis dahin hofft er, dass man gut aus der Pandemie gekommen ist.

CDU

„Die Stimmung im CDU-Kreisverband war in den letzten Tagen durchaus gemischt“, sagt Stephan Schneider, Kreisvorsitzender der CDU Werra-Meißner. So sei es auch zu erwarten gewesen, „wenn sich gleich zwei erfahrene und erfolgreiche Ministerpräsidenten um die Kandidatur bewerben“.

Nachdem die Frage durch die gewählten Vertreter entschieden worden sei, könne man sich jetzt auf den eigentlichen Konkurrenzkampf konzentrieren, sagt er. „An der Spitze unseres Staates benötigen wir jemanden, der auf dem eingeschlagenen Weg zur Klimaneutralität die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen bewältigt, ein harter Verhandlungspartner etwa bei Putin oder Erdogan ist und unser Land nach der Pandemie modernisiert“, so Schneider weiter. Hierfür würde Armin Laschet mit seiner langjährigen Erfahrung die notwendigen Eigenschaften mitbringen.

„Für uns geht es bei der Bundestagswahl aber weniger um die Frage, wer im Bundeskanzleramt sitzt. Sondern vor allem darum, wer künftig unsere Region und die Interessen der Bürger in Berlin vertritt.“ (nde/elu/hbk)

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