Ein ganz anderer Charakter

So soll der Eschweger Nikolaiplatz zukünftig aussehen

Der Nikolaiturm soll Mittelpunkt bleiben: Auf dem bald neu gestalteten Nikolaiplatz stehen Peter Wich (Repräsentant der Siegerarchitekten), Milijo Dzeko (Stadtentwicklung), Josephine Facius (Repräsentantin dritter Platz), Michael Herz (Stadtumbaumanagement), Philipp Facius (Repräsentant dritter Platz) und Alexander Heppe (Bürgermeister).
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Der Nikolaiturm soll Mittelpunkt bleiben: Auf dem bald neu gestalteten Nikolaiplatz stehen Peter Wich (Repräsentant der Siegerarchitekten), Milijo Dzeko (Stadtentwicklung), Josephine Facius (Repräsentantin dritter Platz), Michael Herz (Stadtumbaumanagement), Philipp Facius (Repräsentant dritter Platz) und Alexander Heppe (Bürgermeister).

Der Nikolaiplatz, ein wichtiger Stadtraum von Eschwege, wurde in einem landschaftsarchitektonischen Wettbewerb neu entworfen. Die ersten drei Plätze wurden bei einer Siegerehrung im Rathaus vorgestellt.

Bereits vor dem Wettbewerb gab es eine Bürgerbeteiligung, bei der Wünsche, Anregungen, Kritiken und Probleme des Nikolaiplatzes zusammengefasst wurden und in die Wettbewerbsbeschreibung mit einflossen. Wichtiges Thema war unter anderem die Reduzierung der Stellplätze mit dem Fokus auf Anliegerstellplätze.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Klima, weil der Nikolaiplatz im Sommer eine Wärmeinsel sei, wo es bisher aber keine Aufenthaltsqualität gebe.

Der Nikolaiplatz ist ein zentraler innerstädtischer Platz, der einen Stadteingang zur Altstadt bietet. „Der Platz wird einen ganz anderen Charakter bekommen. Er wird ein Raum sein, der den Anwohnern und deren Gästen, aber auch den Personen, die über den Platz als neuen Stadteingang in die Innenstadt gehen, zugeordnet ist und der dort zum Verweilen einlädt“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe.

Das Gesicht werde sich dort massiv wandeln, aber was sich nicht wandeln werde sei der Hauptdarsteller auf dem Platz: der Turm. „Dem ist das Ganze ein Stück weit zugewandt und er wird sozusagen umspielt. Der Stadtraum wird qualitativ hervorgehoben“, erklärt Heppe.

Zehn Entwürfe wurden eingereicht. Die Jury, unter Vorsitz der Fachpreisrichterin Prof. Cornelia Bott, kam zu folgendem Ergebnis: Den dritten Platz des Wettbewerbs machte das Landschaftsarchitekturbüro Impuls aus Jena und den zweiten Platz belegt Planorama, ein Landschaftsarchitekturbüro aus Berlin. Der Sieger des Wettbewerbs ist die Landschaftsarchitektur Terra.Nova aus München.

Der Siegerentwurf kommt von Landschaftsarchitektur Terra.Nova aus München. REPRO: Landschaftsarchitektur Terra.Nova

Sie überzeugten die Jury beispielsweise damit, das Grün an den Anlagen mit dem Nikolaiplatz zu verbinden und mehr Wohnqualität für die Anwohner zu schaffen. „Stadt- und Grünraum treten zukünftig in einen starken räumlichen Dialog und unterscheiden den Nikolaiplatz deutlich von den eher steinernen Stadträumen der Altstadt als grünen Stadtplatz“, so heißt es vonseiten der Landschaftsarchitektur Terra.

Nova in ihrem Entwurf. Parkplätze und Einbahnverkehr für die Anwohner sollen die grüne Mitte des Platzes, die frei von Verkehr bleibt, einrahmen. Das Grün auf dem Platz dient neben der Attraktivität auch der Starkregenvorsorge, Baumbewässerung und Regenwasserversickerung.

Nach dem Wettbewerb geht es mit einem Angebotsverfahren zur Auftragsvergabe der Planungsleistungen weiter, mit der Ende dieses Jahres gerechnet wird. Der Wettbewerb, die Planung und bauliche Umsetzung werden durch das Bund-Länder-Förderprogramm Wachstum und nachhaltige Erneuerung gefördert.

Eines der Projekte, das im Zuge des Förderprogramms bereits umgesetzt wurde, ist das Hotel Müllers Weiden auf der Werrainsel und die öffentliche Freifläche.

„Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, die gebündelt werden sollen. Wie kann die Stadt mit vier unterschiedlichen Säulen Klima, Erlebnis, kurze Wege und Spiel auch als Wohnstandort attraktiver werden? Diese Säulen spielen auch bei der Planung des Nikolaiplatzes eine große und wichtige Rolle“, so Michael Herz vom Stadtumbaumanagement.

Die Wettbewerbsbeiträge werden bis Sonntag, 31. Oktober, an der Ecke Gebrüderstraße/Marktstraße in den Schaufenstern des ehemaligen Elektrogeschäfts Grüning ausgestellt oder können online unter eschwege.de angesehen werden. (Von Patrizia John)

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