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Open Flair: Am Montag haben die letzten Camper ihre Zelte abgebaut

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Zurück nach Kassel, Mainz und Eisenach reisen Dave, Danny, Lukas, Clara, Christian, Benny, Paulina, Lili, Leona und Carmina. Schnell beim Auf- und Abbau ist die Gruppe, die sich einmal im Jahr zum Open Flair trifft.
Zurück nach Kassel, Mainz und Eisenach reisen Dave, Danny, Lukas, Clara, Christian, Benny, Paulina, Lili, Leona und Carmina. Schnell beim Auf- und Abbau ist die Gruppe, die sich einmal im Jahr zum Open Flair trifft. © Eden Sophie Rimbach

Zu Fuß, mit dem Zug oder mit voll beladenem Anhänger: So reisten die letzten Festival-Camper gestern ab. Von sorgfältigem Aufräumen, großen Camps und platten Reifen erzählten sie uns beim Besuch auf dem Campingplatz.

Eschwege – Menschen mit Rucksäcken, Handwagen und prall gefüllten Müllbeuteln sind an der Brückenstraße entlang auf dem Weg zum Stadtbahnhof. Auf der Straße fahren Autos und Busse aus Richtung des Campingplatzes ab, während auf dem Platz die letzten Zelte zusammengebaut werden. Am Mittag schließt der Campingplatzt nach sechs verrückten Nächten. Einiges bleibt auch zurück.

Auf der alten Polstergarnitur der Ur-Oma eines Campers sitzt eine Gruppe aus dem Werra-Meißner-Kreis. Ihr Planschbecken wurde auch von anderen mitgenutzt, im Camp nahm die Gruppe weitere Besucher auf. Said-Yassin Touda und Nicolas Siebald aus der Gruppe berichten, dass sie am Dienstag um 5.10 Uhr die ersten auf dem Platz gewesen seien. bevor der Rest um acht Uhr nachgekommen sei. „Du hast da was verloren – deine Geschwindigkeit“, war der Spruch in ihrem Camp. Abgesehen von den kalten Temperaturen in der Nacht und der Hitze am Tag hat ihnen das Campen gut gefallen. Weit nach Hause hatten sie es am Montag außerdem nicht.

Bollerwagen und volle Müllsäcke

Der erste und letzte Open-Flair-Besuch mit Campen war es dagegen für eine junge Frau, die berichtet, dass Fremde ihr Zelt verwüstet haben. Sie räumte gestern zum Teil auch den Müll neben ihrem Zelt weg. Besucher hatten hier vor ihrer Abreise unter anderem einen Schreibtischstuhl und Zeltteile hinterlassen. Zu laut sei es anderen Besuchern in der Nacht auf Montag gewesen. Mit Bollerwagen und vollen Müllsäcken sind Juliane Vennemann und Nils Jatho in der Brückenstraße unterwegs. Ihr erstes Open Flair haben die beiden genossen, loben den See und, dass man vor Ort gut einkaufen kann. Mit dem Zug sind sie am Dienstagmorgen an – und gestern wieder nach Göttingen gereist.

Während bei ihnen nur ein Glas Marmelade übrig blieb, dass sie beim Foodsharing spendeten, öffnete eine Gruppe aus Brilon im Sauerland ihr Camp vorm Abbau noch einmal für die Sammelnden. Auch ein platter Reifen am Anhänger tat ihrer Festival-Stimmung am Montag keinen Abbruch: In der Nacht zuvor hatte sich die Gruppe mit drei Handys und ständigem Aktualisieren die Karten fürs nächste Jahr gesichert.

Feier von Geburtstag und Hochzeitstag

Ein Geburtstag wird bei ihnen jährlich in Eschwege gefeiert und wenige Meter weiter feierte ein Paar am Sonntag mit seiner Gruppe siebten Hochzeitstag. „Mit guten Freunden, sehr viel Alkohol, geilen Konzerten und sehr viel Freudentränen“, feiere man diesen laut Danny hier. Drei Zelte und einen Pavillion hat er am Dienstag allein binnen zwei Stunden aufgebaut. „Sonntag ist kein Abreisetag“, weiß die Gruppe um Carmina, die morgens für alle Kaffee kocht. Nach dem „Super-Sekt-Sonntag“ herrscht auch beim routinierten Abbau vor der Abreise mit Zug oder Auto noch gute Stimmung.

Von Eden Sophie Rimbach

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