Blick richtet sich auf die Radwege

Stadtparlament Sontra beschließt Prüfung von Fördermöglichkeiten für einen Ausbau Radwegenetz

Zwei Radfahrer fahren auf einer Landstraße, im Hintergrund kommt ein Auto angefahren.
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Radfahrer auf einer Landstraße. Das Radwegenetz um Sontra soll ausgebaut werden.

Die Radwegeinfrastruktur rückt in Sontra in den Fokus: Einstimmig haben sich die Abgeordneten auf der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments am Dienstagabend darauf verständigt, den Magistrat damit zu beauftragen, zu prüfen, inwiefern die Stadt an Fördermitteln des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur teilhaben kann.

Sontra - Das Ziel: das Radwegenetz in Sontra auszubauen und Lückenschlüsse voranzutreiben. Vorausgegangen war ein entsprechender Antrag der Fraktion Bürger für Sontra (BfS), die die Radwege bereits im vergangenen Kommunalwahlkampf zum Thema machte. In den vergangenen Wochen habe es vermehrt Nachrichten hinsichtlich möglicher Fördermöglichkeiten gegeben, so Beate Bach, die Fraktionsvorsitzende der Bürger für Sontra, in ihrem Redebeitrag. Neben allgemeiner Informationen des Werra-Meißner-Kreises, das Radwegenetz verbessern zu wollen, habe es entsprechende Nachrichten auch vom Geo-Naturpark und vom Bund gegeben, so Bach.

Radfahrer sind Tourismusmagnet

Gerade durch die Coronapandemie habe sich das Radfahren als Tourismusmagnet herauskristallisiert und auch die Stadt Sontra solle bestmöglich an diesem neuen Boom teilhaben. „Gegebenenfalls könnten so weitere Lückenschlüsse zwischen den Stadtteilen finanziert werden. Des Weiteren würde ein ausgebautes Radwegenetz auch das Konzept bezüglich des Pumptracks und Mountainbike-Parcours ergänzen und abrunden“, so die BfS-Fraktion in ihrem Antrag. Dieses Vorhaben höre sich allerdings nach viel Arbeit an und werde auch viel Arbeit sein, sagte Bach.

Die SPD-Fraktion begrüßte den Antrag. Jan-Hendrik Schaadt, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, bemängelte zugleich aber auch, dass konkrete Ziele, die mit dem Antrag verfolgt werden sollten, fehlen würden. „Wir hoffen, dass sie nicht nur Investitionen wegen der Fördermittel beantragen wollen. Ein Aspekt, den Sie und Ihre Fraktion im Wahlkampf gegen uns verwendet haben“, richtete Schaadt die Worte gen BfS-Fraktion.

Verwunderlich sei auch, dass im Antrag eine Verbindung zum Mountainbike-Parcours hergestellt werde, obwohl die BfS die Mittel dafür bei den Haushaltsberatungen abgelehnt und damit auch das Projekt an sich als nicht notwendig bezeichnet hätte. Die SPD-Fraktion plädierte dafür, den Antrag in den Haupt- und Finanzausschuss sowie den Bau- und Planungssausschuss zu verweisen, um ihn dort zu konkretisieren.

Auf Zustimmung stieß der Antrag ebenfalls bei der CDU-Fraktion. „Die Radewegeinfrastruktur ist ein riesiges Thema, das sieht man auch beim Pumptrack in Sontra“, sagte der Fraktionsvorsitzende Marco Haukwitz. Wenn man in der Mittelgebirgslandschaft auch mit E-Bikes etwas erreichen wolle, dann müsse man die Radinfrastruktur ausbauen beziehungsweise neu schaffen.

Haukwitz halte es für den richtigen und gemeinsamen Weg, erst einmal zu schauen, was überhaupt an finanziellen Förderungen möglich wäre. Ein Radwegekonzept funktioniere aber auch nur gemeinsam mit einem Tourismuskonzept.

Der Antrag der Fraktion Bürger für Sontra wurde einstimmig in den Haupt- und Finanzausschuss und den Bau- und Planungssausschuss verwiesen. Von Maurice Morth

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