Kommunalwahl 2021 im Werra-Meißner-Kreis

Das Kreuz setzen unter Pandemiebedingungen: Sontra hat bereits Erfahrung

Kommunalwahl am 14. März in Hessen: Auch im Werra-Meißner-Kreis sind die Bürger dazu aufgerufen, ihre Kommunalvertretung zu wählen.
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Kommunalwahl am 14. März in Hessen: Auch im Werra-Meißner-Kreis sind die Bürger dazu aufgerufen, ihre Kommunalvertretung zu wählen.

Im März findet die Kommunalwahl in Hessen unter Pandemiebedingungen statt. In Sontra hat man durch die Bürgermeisterwahl bereits Erfahrung damit.

Werra-Meißner – Am 14. März findet in Hessen die Kommunalwahl statt – auch im Werra-Meißner-Kreis wählen die Bürger dann den Kreistag, ihre Stadtverordnetenversammlung oder Gemeindevertretung sowie Ortsbeiräte. Zeitgleich finden in Berkatal, Meißner und Eschwege auch die Bürgermeisterwahlen und in einigen Orten die Ausländerbeiratswahlen statt.

All diese Wahlen müssen in diesem Jahr unter dem Eindruck der Coronavirus-Pandemie stattfinden und bedeuten für die Wahlleiter und die Wahlhelfer eine nicht unerhebliche Herausforderung. In der Stadt Sontra hat man bereits Erfahrungen damit gesammelt, im November fand dort die Bürgermeisterwahl unter Pandemiebedingungen statt.

Wir sprachen mit Wahlleiter Michael Kulla über seine Erfahrungen hinsichtlich der Organisation und der Durchführungen und worauf sich die Wähler im Werra-Meißner-Kreis in den Lokalen einstellen sollten. „Im Prinzip muss für jeden Wahlraum ein Hygienekonzept erstellt werden“, sagt Kulla.

Bekannte Verhaltensregeln im Wahllokal

Dazu gehören zunächst einmal die bereits bekannten Verhaltensregeln wie das Desinfizieren der Hände, der Mindestabstand von 1,5 Metern und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. „So war es bei uns in Sontra im November und so wird es auch im März überall im Kreis sein“, sagt der Wahlleiter.

Einstellen müssen sich die Wähler im Landkreis auch auf eine mögliche Einbahnstraßenregelung: „Der Zugang erfolgt, wo es möglich ist von der einen Seite des Raumes und der Ausgang befindet sich woanders – ein bisschen wie ein Rundkurs“, sagt Kulla.

Diese Bahnen würden durch Stühle und Tische begrenzt, um zu verhindern, dass großer Begegnungsverkehr stattfinde. Sollten die Wähler keinen eigenen Kugelschreiber dabei haben, würde man in Sontra gar einen Einmal-Kugelschreiber erhalten. „Früher war es immer notwendig, dass im Wahllokal identische Stifte verwendet werden, wegen der Pandemie ist das nun anders“, sagt Kulla.

Wartezeiten könnten entstehen

Möglicherweise könnte an einigen größeren Wahllokalen auch eine gewisse Wartezeit entstehen. „Bei der Bürgermeisterwahl wurde nur ein Kreuz gesetzt, das Kumulieren und Panaschieren bei der Kommunalwahl wird aber etwas länger dauern. Wir werden das aber mit Zugangsregeln regulieren, damit es zu keinen Warteschlangen oder größeren Personengruppen vor dem Wahllokal kommt“, so Kulla.

In kleineren Orten verteilten sich die Wahlgänge in der Regeln auf mehrere Stunden, dort würde von vornherein kein riesiger Begegnungsverkehr entstehen.

Für die Wahlhelfer werden in Sontra FFP2-Masken bereitgehalten, erklärt Kulla. Mindestens drei Helfer müssen im Lokal anwesend sein, regelmäßig werde gelüftet. Ein Mangel an Helfern wegen Angst vor der Ansteckung mit dem Coronavirus hat man in Sontra derweil nicht, so Kulla. Unterstützung erhielten die Wahlhelfer vom städtischen Bauhof, der die Logistik für die Ausstattung der Wahlräume übernehmen würde.

Bemerkbar macht sich die Coronapandemie aber in Sontra, was die Briefwahl betrifft: „Normal wählen zwischen 600 und 800 Menschen unserer 6200 Wahlberechtigten per Brief“, so Kulla. Er gehe wegen der Pandemie von einer Verdopplung dieser Zahl aus. „Dass es bei der Bürgermeisterwahl im November zu Problemen oder Nörgeleien gekommen ist, davon habe ich in Sontra nichts gehört“, sagt der Wahlleiter.

Alles hätte auch mit den Coronaschutzvorkehrungen einwandfrei funktioniert. „Die Wähler waren sehr gelassen und haben die Situation gut gemeistert.“ (mmo)

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