Wettbewerb von „Offen für Vielfalt“

Sontra ist jetzt Kommune der Vielfalt

Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber und Dagmar Krauße von der Initiative „Offen für Vielfalt“ zeichneten unter anderem Sontra als „Kommune der Vielfalt“ aus.
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Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber und Dagmar Krauße von der Initiative „Offen für Vielfalt“ zeichneten unter anderem Sontra als „Kommune der Vielfalt“ aus.

Sontra – Die Gewinner des kommunalen Wettbewerbs der Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ stehen fest.

Sontra – Aus mehr als 30 Bewerbungen hat eine Expertenjury sechs Städte und Gemeinden aus den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Fulda, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner ausgewählt.Sontra überzeugte mit der Initiative „Runder Tisch – Kinder und Jugendliche in Sontra“.

Das Netzwerk aus kirchlichen und städtischen Kindertagesstätten und Schulen unterstützt Kinder und Jugendliche aller Nationalitäten im Bereich der körperlichen, kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung.

Auch Schulsozialarbeit, Polizei und die Stadt Sontra engagieren sich dabei, wie es in einer Mitteilung heißt. Wesentliches Ziel der lokalen Vereinigung ist es, Kinder und Jugendliche in jeder Lebenslage zu begleiten und dabei schnelle, unbürokratische und wirkungsvolle Hilfen zu leisten.

Neben der Einrichtung eines Kinderhilfsfonds für sozial schwächer gestellte Familien werden auch Mahlzeiten in Sontraer Kindergärten angeboten. Darüber hinaus entwickelt das Bündnis immer wieder neue Projekte und passt diese an aktuelle Problemlagen an – so die Begründung der Jury.

Damit ist Sontra nun offiziell eine „Kommune der Vielfalt“ und erhält ein Preisgeld in Höhe von 4000 Euro. „Unsere nord- und osthessischen ‘Kommunen der Vielfalt’ zeigen ein großes Potenzial an engagierten und gehaltvollen Projekten, die wir vernetzen und gemeinsam weiterentwickeln wollen“, sagt Dagmar Krauße von „Offen für Vielfalt“.

Die Initiative ist ein regionaler Zusammenschluss von Organisationen, Vereinen und Unternehmen in Nordhessen. Sie setzt sich für Viefalt und gegen Ausgrenzung von Menschen ein. Der Wettbewerb „Kommune der Vielfalt“ steht unter der Schirmherrschaft des Kasseler Regierungspräsidenten Hermann-Josef Klüber und wird aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. In diesem Jahr fand er zum ersten Mal statt.

Zusätzlich wurde auch ein Sonderpreis für den vorbildlichen Einsatz für demokratische Werte vergeben. Damit soll auch an den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke erinnert werden.

„Wie viele andere auch hat sich Walter Lübcke unermüdlich für Toleranz, Respekt und Dialogbereitschaft eingesetzt. Mit diesem Wettbewerb konnten wir diese Werte weiter stärken“, sagte Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber. Bei dem Sonderpreis hat das Projekt „Wesertal ist bunt“ im Landkreis Kassel gewonnen.

Die geplante Preisverleihung im Kasseler Regierungspräsidium und die anschließende Vielfalt-Werkstatt mit Vertretern der Gewinnerprojekte wurden wegen der Pandemie auf das kommende Jahr verschoben. (Von Julia Stüber)

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