In fünf Tagen über die Alpen

Ankommen ist das Ziel: Freunde nehmen für einen guten Zweck an Alpen-Rallye teil

Bilden mit ihrem alten Audi 80 bei der Rallye über die Alpen ein Team: Maximilian Schuchhardt (links) aus Waldkappel-Burghofen und Fabian Bode aus Sontra-Stadthosbach.
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Bilden mit ihrem alten Audi 80 bei der Rallye über die Alpen ein Team: Maximilian Schuchhardt (links) aus Waldkappel-Burghofen und Fabian Bode aus Sontra-Stadthosbach.

Für einen guten Zweck mit dem Auto über die Alpen? Das haben vier junge Männer aus dem Werra-Meißner-Kreis vor.

Werra-Meißner – Ein Abenteuer erleben und dabei etwas für einen guten Zweck tun: Genau das haben vier junge Männer aus dem Werra-Meißner-Kreis vor, wenn sie sich am morgigen Dienstag in der Gemeinde Hintersee im Salzburger Land in ihre Autos setzen und die Motoren starten.

Denn Maximilian Schuchhardt (24) aus Waldkappel-Burghofen, Fabian Bode (24) aus Sontra-Stadthosbach, Leon Reutel (23) aus Berkatal-Frankershausen und Julian Bedranowsky (25) aus dem thüringischen Lindewerra bei Bad Sooden-Allendorf nehmen erstmals am „Pothole Rodeo Österreich“ teil – einer Rallye, die sie über die Alpen durch Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Italien und Slowenien führen wird.

Rallye führt nur über Schleich- und Schotterwege

Das Besondere: „Die Rallye führt ausschließlich über Schleich- und Schotterwege“, sagt Fabian Bode. Über 30 000 Höhenmeter sollen so binnen fünf Tagen zurückgelegt werden.

Um an der Rallye teilnehmen zu können, müssen die Autos verschiedene Vorgaben erfüllen: Sie dürfen nicht mehr als 500 Euro gekostet, nur bis zu 50 PS oder mindestens 500 000 Kilometer auf dem Tacho haben. Die Autos der vier jungen Männer – ein Audi 80 und ein VW-Golf-4-Kombi – fallen in die erste Kategorie.

„Es steht im Vordergrund, mit wenigen Mitteln ein Abenteuer zu er leben“, sagt Maximilian Schuchhardt. Denn: Es gibt bei den einzelnen Etappen keine Zeitvorgabe, die Prämisse ist vor allem das Ankommen.

Vor und während der Rallye werden Spenden gesammelt

Vor und während der Rallye werden Spenden gesammelt. Das Ziel: die Errichtung einer Vorschulklasse in der Nähe des marokkanischen Agadir für 50 Kinder. Die notwendige Finanzierungssumme liegt bei 45 000 Euro, der Verein „Child-Care Africa“ soll das Projekt gemeinsam mit den Menschen vor Ort umsetzen.

Mit einem Golf-4-Kombi unterwegs: Julian Bedranowsky aus dem thüringischen Lindewerra (links) und Leon Reutel aus Frankershausen.

Den Reiz der Kombination aus Roadtrip und Charity-Veranstaltung mache das Rennen aus, erklärt Julian Bedranowsky. Um die 140 Teams aller Altersklassen sind mit dabei, das Startgeld kostete die vier jungen Männer pro Auto rund 500 Euro. „Uns war schon letztes Jahr klar, dass wir teilnehmen“, sagt Leon Reutel.

Letztes Etappenziel liegt am Wörthersee

Bereits im Februar hätten sie die Autos gekauft und nach dem Feierabend und an den Wochenenden gut 150 Arbeitsstunden hineingesteckt, um sie wieder TÜV-fertig zu bekommen. In Zweierteams seien sie unterwegs, weil bei der Rallye nach Koordinaten gefahren werde und dementsprechend navigiert werden müsse.

Und was passiert, wenn eines der Autos ausfällt? „Bei einer Panne müssen wir alles selbst reparieren. Und wenn das eben um zwei Uhr nachts auf dem Dorfplatz vor dem Rathaus ist, dann ist das eben so“, sagt Maximilian Schuchhardt.

Wenn man mit den vier jungen Männern ins Gespräch kommt, dann spürt man, welchen „Bock“ sie auf die Tour haben. Schließlich sei es für sie auch das erste Mal, dass man seit Ausbruch der Coronapandemie das Land verlassen könne, erklärt Fabian Bode.

Die Daumen sind jedenfalls gedrückt, dass alles problemlos über die Bühne geht und die Jungs sicher am letzten Etappenziel ankommen. Das wäre dann am Wörthersee in Österreich. (Maurice Morth)

backroadclub.com

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