Nächstes Großprojekt für den Ausbau der A44: Im März beginnt der nächste Tunnelbau

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Hier wird schon fleißig gebaut: die Talbrücke an der Bundesstraße nahe Wichmannshausen am Abzweig zu Ulfen.

Mit dem Anstich des Tunnels Boyneburg bei Wichmannshausen im Werra-Meißner-Kreis beginnt in einem Monat das nächste Großprojekt für den Ausbau der Autobahn 44.

Wir nehmen das zum Anlass, einen Überblick zu den Baumaßnahmen in der Gemarkung der Stadt Sontra zu geben, die schon laufen oder 2019 starten. Die Informationen stammen von der Baugesellschaft Deges.

530 Meter lang ist die Talbrücke Lindenau, die seit Jahresbeginn gebaut wird. Fertiggestellt sein soll sie 2024. Die Kosten belaufen sich auf 32,1 Millionen Euro. Sie ist damit die längste und teuerste der sechs Brücken bei Sontra, an der 2019 gebaut wird. Schon länger arbeiten die Autobahnbauer an der Talbrücke Netra (264 Meter/13, 3 Millionen Euro Kosten). Voraussichtliche Freigabe ist hier 2021. Ebenfalls schon in Bau sind die Talbrücken Kulmrich (154 Meter/8,3 Millionen Euro), Riedmühle (358 Meter/18,5 Millionen Euro), Blankenbach (205 Meter/12 Millionen Euro) und Ulfe (168 Meter/8,7 Millionen Euro). Die sind teilweise ab 2022, teilweise ab 2024 befahrbar – planmäßig.

1698 Meter Fahrtstrecke beinhaltet der Tunnel Boyneburg, der nächsten Monat angestochen wird und in fünf Jahren fertig sein soll. Investitionsvolumen: 110 Millionen Euro.

200.000.000 Euro kostet der dritte Bauabschnitt der A 44 bei Sontra. Baustart war im August des vergangenen Jahres. Auch hier soll der Verkehr ab 2024 auf 6,1 Kilometern rollen. 4,6 Kilometer davon liegen in der Gemarkung der Kupferstadt, der Rest entfällt auf Hoheneiche (Wehretal).

Der fünfte Bauabschnitt, der ab Oktober bis 2022 errichtet wird, kostet trotz seiner drei Kilometer mehr an Strecke (neun – 3,1 davon in Sontra, der Rest in der Gemeinde Herleshausen) „nur“ 152 Millionen Euro.

555.000.000 Euro beträgt damit das gesamte Investitionsvolumen für die Projekte des A-44-Ausbaus im Gebiet der Stadt Sontra, die 2019 laufen oder noch in diesem Jahr beginnen. Ein Tunnel, zwei Bauabschnitte und ganze sechs Brücken sind darin gesammelt.

„In den genannten Kosten für die Bauabschnitte sind spätere gesonderte Aufträge wie betriebstechnische Tunnelausstattung, Markierung, Beschilderung und Schutzeinrichtungen nicht enthalten, sondern nur die im Jahr 2019 bereits beauftragten Bauleistungen“, sagt Deges-Pressesprecher Lutz Günther. Generell seien spätere Abweichungen nicht auszuschließen.

Passend zum Thema: Luftaufnahmen: So wird die neue A44 Richtung Osten einmal verlaufen

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