Sitzmöglichkeiten und grüne Flächen schaffen

Bahnhof in Sontra: Neue Gestaltung für den Vorplatz

Auf dem Vorplatz entstehen unter anderem Sitzmöglichkeiten und begrünte „Inseln“. Parkplätze werden direkt an der Straße und rechts vom Gebäude, also neben dem Vorplatz, entstehen.
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Auf dem Vorplatz entstehen unter anderem Sitzmöglichkeiten und begrünte „Inseln“. Parkplätze werden direkt an der Straße und rechts vom Gebäude, also neben dem Vorplatz, entstehen.

Der Bahnhof in Sontra soll künftig als Veranstaltungsort genutzt und der Vorplatz neu gestaltet werden (wir berichteten). Die Planungen werden jetzt konkret.

Sontra - Dafür kauft die Stadt die Gebäude und den Vorplatz von der Deutschen Bahn – Güterhalle und Bahnhofsgebäude kauft dann wiederum der Investor Reinhard Ehmer aus Nentershausen. Nach etwa einem Jahr ist die Kaufabwicklung mit der Deutschen Bahn nun fast abgeschlossen. Unter anderem Genehmigungsprozesse verzögerten die Kaufabwicklung.

Der Vorplatz

Nun geht es um die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes, der im Besitz der Stadt Sontra bleiben wird. Kürzlich wurde dazu im Haupt- und Finanzausschuss und im Bau- und Planungsausschuss über vier Gestaltungsvarianten beraten. Die Entscheidung fiel auf die Variante vier – auch die Aktionsgemeinschaft des Sontraer Handels, Investor Reinhard Ehmer und der Bürgermeister Thomas Eckhardt sprachen sich für diese Gestaltungsidee aus. Wie soll der Vorplatz also künftig aussehen? Geplant sind Fahrradstellplätze, eine Fahrradbox für E-Bikes und Ladesäulen für E-Autos. Außerdem sollen Parkplätze geschaffen werden – 25 entstehen rechts vom Bahnhofsgebäude, weitere werden am Rande des Platzes sowie gegenüber am Grünstreifen errichtet. Grundsätzlich sollen vor dem Gebäude mehr Freiflächen entstehen mit Sitzmöglichkeiten und entsprechender Begrünung. „Insgesamt soll direkt vor dem Gebäude kein Straßenverkehr stattfinden, der Platz soll an Aufenthaltsqualität gewinnen“, sagt Bürgermeister Eckhardt. Auch ein Beleuchtungskonzept wird erarbeitet, um Vandalismus, dem die Gebäude und der Platz immer wieder ausgesetzt sind, vorzubeugen.

Auch die anderen drei Varianten verfolgen ein ähnliches Konzept – Unterschiede gibt es laut Eckhardt in der Anzahl der begrünten „Inseln“ auf dem Platz und bei den Sitzmöglichkeiten. Die Kosten für die Variante vier belaufen sich auf rund 600 000 Euro. Entsprechende Fördergelder sollen im nächsten Jahr beantragt werden. Die Umsetzung der Ideen beginnt nach aktuellem Plan im Jahr 2023.

Die Barrierefreiheit

Die Gleise, die Unterführung und die Bahnsteige bleiben weiterhin im Besitz der Deutschen Bahn. Letztere sollen für die Barrierefreiheit mit Aufzügen ausgestattet werden. Auch die Unterführung wird erneuert. Bis zum Jahr 2029 soll das Projekt baulich umgesetzt werden, insofern die entsprechenden Mittel bis dahin zur Verfügung stehen. Die Kosten werden laut des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Landes, der DB Station&Service und des NVV.

Die Gebäude

Auch der Investor Ehmer hat konkrete Pläne für die Gestaltung der Gebäude. Die Güterhalle soll zum einen als Ausstellungs- und Verkaufsraum für die Produkte seiner Bau- und Möbelschreinerei und zum anderen als Veranstaltungsort mit Feiern und Kochshows genutzt werden. Im Hauptgebäude entstehen eine Gaststätte und ein Architekturbüro, in den darüber liegenden Geschossen sind Ferienwohnungen geplant. „Jetzt warten wir noch auf den Zugang zum Gebäude. In einem nächsten Schritt wird dann zum Beispiel das Dach abgedichtet. In 2023 soll das Gebäude von außen fertig sein“, sagt Ehmer. (Julia Stüber)

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