Herbstsynode

Erfahrung und neue Impulse: Wahlen bei der Herbstsynode im Bürgerhaus in Sontra

Sie vertreten den Kirchenkreis auf der Landessynode: Pfarrer Frieder Brack, Pfarrer Ralph Beyer, Ute Bachmann, Ludger Arnold, Daniel Kohl, Pfarrerin Sabrina Wascholowski und Pfarrerin Jennifer Keomanee.
+
Sie vertreten den Kirchenkreis auf der Landessynode: Pfarrer Frieder Brack, Pfarrer Ralph Beyer, Ute Bachmann, Ludger Arnold, Daniel Kohl, Pfarrerin Sabrina Wascholowski und Pfarrerin Jennifer Keomanee.

Auf der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner wurden die Delegierten gewählt, die den Kirchenkreis in der Landessynode vertreten sollen.

Sontra – Auf der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner wurde am Freitag gewählt. Die Synodalen entschieden über die Delegierten, die den Kirchenkreis in der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vertreten sollen.

Wiedergewählt wurde Ludger Arnold, Ute Bachmann und Pfarrer Frieder Brack. Neu ist Pfarrerin Jennifer Keomanee. Als Stellvertreter bekamen Daniel Kohl, Lars Reuter, Pfarrerin Sabrina Wascholowski und Pfarrer Ralph Beyer die Stimmen der Synodalen. „Wir hatten die Wahl zwischen einem großen Feld von richtig guten Kandidaten“, sagte Dekanin Ulrike Laakmann. „Unser Ziel war es, eine gute Mischung aus Erfahrung und neuen Impulsen auszusenden, das ist der Synode gelungen. Außerdem sind die ehemaligen Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen ausgewogen vertreten.“

Die Synodalen trafen sich diesmal im Sontraer Bürgerhaus, wo Präses Ludger Arnold durch die Tagesordnung führte. Zum letzten Mal in seiner Amtszeit grüßte Landrat Stefan Reuß die Anwesenden, blickte auf die gemeinsame Zeit zurück und dankte für die gute Zusammenarbeit. „Wir sind uns immer auf Augenhöhe begegnet, haben gemeinsam um die besten Lösungen gerungen und immer Kompromisse gefunden“, sagte er. Im Jahr 2015 seien viele Projekte entstanden, um geflüchtete Menschen im Kreis aufzunehmen. Ganz neue Herausforderungen habe die Pandemie gebracht, auch als eine Zäsur, die gezeigt habe, wie verletzlich die Gesellschaft sei.

Ein weiteres Thema waren die Kindertagesstätten: Pfarrer Christoph Dühr stellte den Zweckverband evangelische Tageseinrichtungen für Kinder im Werra-Meißner-Kreis vor. Sieben evangelische Kindertagesstätten haben sich unter diesem Dach zusammengeschlossen, um die Kirchengemeinden als Träger in ihrer Arbeit zu entlasten und die Qualität zu sichern.

Um die in den nächsten Jahren kommenden Pfarrstellenanpassungen aufzufangen, könnte der Verband alle 18 evangelischen Kitas im Kreis aufnehmen, dafür werde allerdings eine weitere sozialpädagogische Stelle im geschäftsführenden Vorstand gebraucht, so Dühr. „Es freut mich, dass sich die Synode hinter die Pläne gestellt und damit signalisiert hat, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind“, sagte Dekanin Ulrike Laakmann.

Mehr Diskussionsbedarf gab es in der Frage, wie die neue Finanzverfassung der Landeskirche im Kirchenkreis umgesetzt werden soll. Gemeinden, die nach den neuen Regeln weniger Geld zugewiesen bekommen, möchte der Kirchenkreis ausgleichend unterstützen, etwa beim Unterhalt ihrer Gemeindehäuser oder bei den Ausgaben für die Kirchenmusik.

Die Synodalen haben besonders hervorgehoben, dass die Familienbildungsstätte in Eschwege sowie das Diakonische Werk ebenso weiter finanziert werden wie bisher. In ihrer Andacht schlugen Ulrike Laakmann und ihr Stellvertreter, Ralph Beyer, einen Bogen zum globalen Klimastreik, der an diesem Freitag weltweit Millionen Menschen auf die Straße gezogen hatte und schlossen sich unter dem Motto „Es ist fünf vor zwölf Uhr“ den Gebeten für das Klima an. Im kommenden Jahr möchte der Kirchenkreis mit mehreren Waldkirchentagen auf die Dürreschäden in den hessischen Wäldern aufmerksam machen.

Von Kristin Weber

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.