Gäste kamen in Scharen

Nach zwei Jahren: Heimathof in Ulfen hat mit großem Fest eröffnet

Zum Heimathof in Ulfen gehört ein kleiner Biergarten. Im Regelfall ist hier sonntags ab 14 Uhr geöffnet.
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Zum Heimathof in Ulfen gehört ein kleiner Biergarten. Im Regelfall ist hier sonntags ab 14 Uhr geöffnet.

Gleich der Eröffnungstag zog die Besucher an. Weit über 100 Menschen hatten sich zum offiziellen Startschuss im Heimathof Ulfen eingefunden.

Ulfen – Zwei Jahre Vorarbeit fanden am Sonntag damit ihren Abschluss. Bei seinen Dankesworten musste Ortsvorsteher Michael Stein seine Rede kurz abbrechen – zu emotional war dieser Moment, als er aussprach, was innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren geleistet wurde. Dies hätte vor Beginn der Arbeiten niemand für möglich gehalten. Stein hatte damals eine mutige Idee: Ein in die Jahre gekommenes Anwesen am Johannesberg soll in Eigenarbeit zu einem Heimatmuseum umgestaltet werden. Den Besuchern soll das traditionelle Landleben mit seinen geschichtlichen, geologischen, handwerklichen und regionalen Besonderheiten näher gebracht werden.

Die „Unterstützer Heimat- und Förderverein Ulfen“ haben dafür mehr als 10 000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Die Möbel wurden restauriert und instand gesetzt. Die Geschichte des Hauses wird in der Schusterwerkstatt für nachfolgende Generationen erlebbar und ist zum Greifen nah. Neben Utensilien (unter anderem Sicheln, Dreschflügel und Sensen) lassen Bilder aus der Geschichte Ulfens die Gäste in die Historie eintauchen. Gemälde von Johann Georg Pforr sind in einer kleinen Stube zu sehen.

Fleißige Helfer: (von links) Karl-Heinz Eikelmann, Manfred Schäfer, Albert Marienfeld mit Michael Stein.

Beim Gottesdienst durch Pfarrerin Rita Reinhardt wurden am Sonntag durch Mitglieder des Kirchenausschusses Ulfen, unterstützt von Thomas Liese, in einer Art Rollenspiel das Leben auf dem Anwesen am Johannesberg in früheren Zeiten dargestellt. Im Laufe des Nachmittags boten Michael Stein und Pressewart Georg Göpfarth immer wieder Führungen an: in die ehemalige Schusterwerkstatt, in das Burgbergstübchen, die Wohn- und Schlafräumen, den Wichtelkeller mit den Wichtellöchern, die Johann-Georg-Pforr-Stube mit Steinsammlung und in die Burgbergschänke.

Stellvertretend für den Einsatz aller Unterstützer ehrte Ortsvorsteher Michael Stein Karl-Heinz Eikelmann, Manfred Schäfer und Albert Marienfeld mit kleinen Präsenten. Anschließend sorgten für musikalische Unterhaltung der Männergesangverein Ulfen und mit zünftiger Blasmusik die Grimm-Steig-Alm-Musi mit handgemachter Musik für jeden Anlass. Bei Kaffee und Kuchen, Weckewerk und Leckerem von Grill ließ man die Eröffnungsfeier bis in die Abendstunden hinein ausklingen.

Der Heimathof Ulfen, direkt am Premiumwanderweg P 20 liegend, hat im Regelfall sonntags ab 14 Uhr geöffnet. Es gibt Hofkuchen in der Burgbergschänke mit Biergarten. Auch Führungen durch den Heimathof Ulfen werden angeboten. Auf 20 Quadratmetern können Gäste im Gewölbekeller zusammenkommen. Übernachtungen in dem historischen Gebäude können ab sofort gebucht werden.  ts/mhz

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