Stadtverordnetenversammlung

Gerätewart in Vollzeit wird für die Feuerwehr in Sontra nötig

Hauptamtlicher Gerätewart bei der Feuerwehr? Bald könnte hier eine in Vollzeit angestellte Person hinter dem Steuer sitzen. Archivfoto: Maurice Morth
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Hauptamtlicher Gerätewart bei der Feuerwehr? Bald könnte hier eine in Vollzeit angestellte Person hinter dem Steuer sitzen.

Das Einrichten einer Stelle für einen hauptamtlichen Gerätewart der Feuerwehr war Inhalt eines Antrages, den die SPD-Fraktion eingebracht hat.

Sontra – Fraktionschef Detlef Nizold hat während der Parlamentssitzung am Dienstag im Bürgerhaus der alten Bergstadt die Eingabe näher begründet: „Die technische Ausstattung gewinnt neben der steten Einsatzbereitschaft der Aktiven für die Sicherheit unserer Bürger immer mehr an Gewicht, die Anforderungen steigen permanent und die nicht aufzuhaltende Weiterentwicklung verlangt Handlungsbedarf“, so die Begründung des SPD-Abgeordneten. Er stuft die Notwendigkeit wegen der kontinuierlich wachsenden Technologien und Kompetenzen als sehr hoch und wichtig ein.

Die Kosten für eine Vollzeitstelle, die sich auf mindestens 50 000 Euro Jahres-Brutto-Lohn belaufe, sei, so Nizold, sicherlich mit einer Bauhofstelle kombinierbar oder auch im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit mit den Gemeinden Herleshausen und Nentershausen. „Fakt ist auf jeden Fall, die Abstimmung und der konkrete Aufgabenbereich verlangen die enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehrleitung, weil gerade der Stadtbrandinspektor André Bernhardt und sein Stellvertreter Dirk Linhose die erforderliche Qualifikation mit ihren Erfahrungsschätzen am besten beurteilen können“, so Nizold. Er hofft, dass in den nächsten Sitzungen die Beratungen abgeschlossen sind und auf tragfähigen Säulen stehen, damit der Gerätewart in den Stellenplan 2022 mit aufgenommen werden kann.

„Der Antrag ist hervorragend, weil die Vielfalt der Aufgaben eines Gerätewartes in der heutigen Zeit nicht mehr auf der ehrenamtlichen Basis geschultert werden können“, so die unterstützende Aussage von Veit Borschel von der Fraktion Bürger für Sontra (BfS). Der CDU-Fraktionsvorsitzende Marco Haukwitz merkte an, dass seiner Meinung nach die Angelegenheit zunächst in den Haupt- und Finanzausschuss gehöre, der mit den Feuerwehr-Führungskräften die Stellenbeschreibung erarbeit, um dann der Stadtverordnetenversammlung einen Beschlussvorschlag zu unterbreiten.

Der Beschlussvorschlag vom Dienstagabend sieht aber vor, dass erst der Magistrat die Thematik prüft und die Ergebnisse zur weitergehenden Beratung in den Ausschuss fließen lässt, der dann auch die Feuerwehrspitze einbindet. Als Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Mutter um Abstimmung bat, konnte er das „Ja“ von allen 26 anwesenden Abgeordneten per Handzeichen registrieren.

Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Mutter hatte zuvor die Parlamentssitzung mit einer Gedenkminute für den verstorbenen Andreas Trube eröffnet. Der langjährige CDU-Fraktionsvorsitzende sei an den Folgen eines schlimmen Unfalls mit 59 Jahren viel zu früh verstorben.

„Andreas Trube hat viel für die Stadt Sontra und den Stadtteil Wichmannshausen im Ehrenamt geleistet und folglich große Anerkennung erworben“, so Gerhard Mutter, der detailliert auf das verdienstvolle Wirken von Andreas Trube einging, „dem wir alle ein ehrendes Andenken bewahren. Seiner Familie möchte er, auch im Namen der Stadtverordneten, tiefes Mitgefühl aussprechen.

Für Andreas Trube rückte Anke Furgoll-Ewald als CDU-Abgeordnete nach, sie wurde aufgrund ihrer Stimmen, die sie bei der Kommunalwahl im März dieses Jahres auf sich vereinen konnte, ins Stadtparlament berufen. (Harald Triller)

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