Immer mehr Bürger nutzen „Mobilfalt“

NVV-Modellprojekt mit Privatautos auf Buslinien läuft bis 2016

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Einladung zum Einsteigen: Wenn der Fahrer Karlheinz Bornschier aus Süß oder die Fahrerin Cornelia Hahn-Altmann aus Nentershausen mit ihrem Privatwagen Fahrgäste im Rahmen des Mobilfalt-Projekts mitnehmen, steigen diese an einer der Bushaltestellen ein. Unser Foto zeigt die Bushaltestelle an der Oderstraße in Nentershausen.

Nentershausen/Sontra. Gut zwei Jahre nach dem Start des bundesweit einzigartigen Modellprojekts Mobilfalt zieht der Nordhessische Verkehrsverbund eine positive Zwischenbilanz.

Die Zahlen seien ermutigend, betonte Pressesprecherin Sabine Herms auf Anfrage. Immer mehr Bürger nutzen das Angebot, bei dem Privatautos die Buslinien ergänzen und Mitfahrer mitnehmen.

Testgebiete sind die Städte Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis und Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis. Auch der Zweckverband Sontra-Nentershausen-Herleshausen gehört dazu. In diesem Verband ist die Anzahl der Fahrten innerhalb eines Jahres bis zum zweiten Quartal 2015 von 535 auf 702 gestiegen, die Zahl der Fahrgäste sogar von 476 auf 874 - eine Steigerung um 84 Prozent. In dieser Region sind 152 Mitfahrer und 56 Fahrer registriert.

In Witzenhausen ist die Zahl der Fahrten im selben Zeitraum von 456 auf 762 gestiegen. Registriert sind dort 277 Mitfahrer und 76 Fahrer.

Trotz der positiven Entwicklung entsprechen die bisher erreichten Teilnehmerzahlen noch nicht den gesetzten Zielen. „Bei den Bürgern muss ein Bewusstseinswandel stattfinden, um die neuen Möglichkeiten auch zu nutzen“, sagte Herms. Das sei die Schwierigkeit. Die Laufzeit des Modellprojekts sei bislang auch zu kurz gewesen, um im ländlichen Raum eine vollkommen neue Mobilitätsform für Fahrgäste und private Fahrer zu etablieren.

Das Projekt, das bis Ende 2016 läuft, gilt als zukunftsweisend für den öffentlichen Nahverkehr und wird bundesweit beachtet. In der zweiten Jahreshälfte 2016 wird entschieden, ob das Modellprojekt dauerhaft als Regelangebot fortgeführt wird.

Große Anlaufschwierigkeiten hat das Projekt in Nentershausen. Dort haben sich bislang nur zwei Fahrer registrieren lassen.

Wie stark das Angebot wirklich ist und warum die Nentershäuser es noch so wenig nutzen, lesen Sie in der gedruckten Samstagausgabe der Rotenburg-Bebraer Allgemeine.

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