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Landsknechtsfanfarenzug Sontra: Gänsehautmomente und Spaß an der Sache

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Von: Julia Stüber

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Landsknechtsfanfarenzug Sontra: Mit dem Wechsel des Vorstandes sind auch während der Coronazeit immer mehr Mitglieder dazu gekommen. Das jüngste Mitglied ist vier Jahre alt.
Landsknechtsfanfarenzug Sontra: Mit dem Wechsel des Vorstandes sind auch während der Coronazeit immer mehr Mitglieder dazu gekommen. Das jüngste Mitglied ist vier Jahre alt. © Landsknechtsfanfarenzug Sontra

Vereine halten unsere Gesellschaft zusammen. Seit Jahren haben sie mit Problemen zu kämpfen. Und dann kam auch noch Corona. Wir porträtieren besondere Vereine aus unserer Region.

Sontra – Viele Gänsehautmomente, Zusammenhalt und Spaß an der Sache: Völlig enthusiastisch sind Stefan Ziemann und Marco Karges, wenn sie über den Landsknechtsfanfarenzug Sontra sprechen. Schnell merkt man: Die beiden brennen für den Verein, der bereits 1958 „aus einer Bierlaune heraus“ gegründet wurde.

Seit 2020 sind sie im Vorstand und haben – gemeinsam mit den anderen Mitgliedern – den Fanfarenzug Sontra vorangebracht. Denn nach der Wahl des neuen Vorstandes musste auch ein neues Konzept her. Nur noch 23 Aktive brachten sich in den Verein ein. Das wollte der Vorstand schleunigst ändern. „Wir haben einen Schlachtplan erarbeitet“, sagen Stefan Ziemann und Marco Karges. Weniger Auftritte im Jahr, aber dafür mehr kameradschaftliche Veranstaltungen – so lautete die Vorstellung. Ob eine Maiwanderung, ein Oktoberfest, eine Halloween-Party für Kinder oder Übungswochenenden: Die Gemeinschaft zählte. „Dabei sind uns auch Aktionen für Kinder und Jugendliche sehr wichtig. Was wäre der Fanfarenzug ohne die Jugend?“, meinen Ziemann und Karges.

Stolz auf den Verein: der erste Vorsitzende Stefan Ziemann (links) und der zweite Vorsitzende Marco Karges.
Stolz auf den Verein: der erste Vorsitzende Stefan Ziemann (links) und der zweite Vorsitzende Marco Karges. © Julia Stüber

Das neue Konzept beinhaltete auch weitere Grundsätze. „Wir heißen jeden Menschen willkommen. Es spielt keine Rolle, wie alt die neuen Mitglieder sind, aus welcher Gesellschaftsschicht sie kommen, ob sie Beeinträchtigungen haben – bei uns kann jeder mitmachen“, sagen die Vorsitzenden. Vorerfahrungen sind nicht nötig – die Mitglieder lernen die Instrumente im Verein. Außerdem bekommen sie einen Paten zur Seite gestellt. „Für uns zählt, dass wir alle zusammenhalten und dass wir gut miteinander umgehen. Wir sind eigentlich wie eine große Familie“, sagen Ziemann und Karges stolz. Und genau das mache den Verein auch so besonders.

Neue Werte, neue Grundsätze, das Konzept fruchtete schließlich: „Der Verein erlebte einen Mitglieder-Boom“, sagen Ziemann und Karges. Denn inzwischen hat sich die Zahl auf 47 Aktive gesteigert. Trotz der Pandemie, die wohl jede Gemeinschaft massiv einschränkte, schlossen sich mehr Menschen dem Fanfarenzug an. „Wir haben diese Coronazeit gut überstanden. Zwischenzeitlich waren kleinere Übungseinheiten im Freien möglich. Außerdem hielten wir auch viel Kontakt zu den Mitgliedern über Whats-App“, berichten die Vorsitzenden.

Und dann, als die Auftritte in diesem Jahr wieder beginnen konnten, war der Verein erleichtert. „Die Leute wollten uns unbedingt wieder hören, wir wollten unbedingt wieder spielen – es waren in diesem Jahr viele Gänsehaut-Momente dabei.“ Und weitere werden noch folgen. (Julia Stüber)

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