Pläne für altes Gebäude

Ort für Jung und Alt: Konzept für ehemalige Regenbogenschule in Sontra steht

Ehemalige Regenbogenschule in Sontra.
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Ehemalige Regenbogenschule: Im Untergeschoss (steinerne Fassade) soll ein Jugendzentrum Platz finden. In der Etage darüber soll der Awo-Kindergarten einziehen. Die alte Turnhalle (Gebäude in der Mitte) soll abgerissen und so der Blick auf den Kirchplatz geöffnet werden. 

Ein erweitertes Nutzungskonzept für das Areal der ehemaligen Regenbogenschule in Sontra wurde jüngst im Bau- und Planungsausschuss der Stadt durch das Architektenbüro Schubert vorgestellt.

Sontra – Seit dem Umzug der Grundschule an einen gemeinsamen Campus mit der Adam-von-Trott-Schule steht das große Gebäude in Innenstadtnähe leer. Nun könnte durch viele Partner Leben in den Komplex zurückkehren und ein Mehrgenerationenort entstehen, der Jung und Alt gleichermaßen verbindet.

Abriss der Sporthalle

Basis des momentanen Nutzungskonzeptes ist es, die Turnhalle einschließlich ihres Untergeschosses sowie die Pausenhalle bis auf die Kellerdecke abzureißen, da es für die Räume, die speziell auf den Schulsport ausgerichtet sind, keine geeignete Nutzung mehr gibt. Auf der Kellerdecke der Pausenhalle möchte die evangelische Kirchengemeinde Sontra auf rund 130 Quadratmetern einen Gemeindesaal mit Teeküche und Toilettenanlage anbauen.

Kellergeschoss

Im Kellergeschoss möchte die Awo auf rund 360 Quadratmetern ein Jugendzentrum sowie die Jugendpflege unterbringen. In diesem Bereich stehen viele Räume für die unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung. Außerdem besteht ein ebenerdiger Zugang zum Asphaltplatz, der in Richtung Innenstadt weist (Foto oben).

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss wird der Kindergarten der Awo, der bislang noch am Barbaraplatz untergebracht ist, einziehen. Geplant sind drei Gruppen mit Krippe auf rund 785 Quadratmetern. Für die Kindertagesstätte sollen zwei Spielplätze entstehen. Einer mit rund 400 Quadratmetern auf der Freifläche in Richtung Weldaer Straße, der andere mit rund 300 Quadratmetern im Innenhof. Beide müssen aus Versicherungsgründen umzäunt werden. Der restliche Innenhof soll offen gestaltet werden, damit er zu einer Begegnungsstätte wird sowie eine Fußwegverbindung zwischen Weldaer Straße und Kirchplatz bestehen bleibt.

Hinzu kommt im Erdgeschoss der bereits erwähnte Neubau der evangelischen Kirche sowie ein weiterer angemieteter Raum mit rund 50 Quadratmetern.

Die Pausenhalle rechts könnte einem Neubau der evangelischen Kirche weichen. Im Innenhof soll einer der Spielplätze für die Kindertagesstätte entstehen. Ein Durchgang zwischen Kirchplatz und der Weldaer Straße wird bestehen bleiben.

Obergeschoss

Das Obergeschoss soll sich durch die Zusammenarbeit vieler Partner auszeichnen. Rund 206 Quadratmeter nimmt das Diakonische Werk in Anspruch und rund 92 Quadratmeter die Diakoniestation. Hinzu kommen weitere Mietflächen der evangelischen Kirchen. Angedacht ist, dass ein Familienzentrum entsteht. Dafür ist Barrierefreiheit entscheidend, die durch einen Aufzug, der im Innenhof geplant ist, erreicht werden soll.

„Mit dem Konzept haben wir gemeinsam die Möglichkeit, den sogenannten Leuchtturm zu erschaffen“, sagt Daniel Kohl vom Kirchenvorstand. Es könnte ein soziales Quartier mit unterschiedlichen Partnern entstehen, die sich an einer Stelle wunderbar ergänzen und an anderer nicht stören würden.

Vorgehalten sind auch rund 208 Quadratmeter für eine Arztpraxis. Die Einplanung dieser Räume basiere nicht auf einem reinen visionären Denken, sondern auf konkreten Gesprächen und Interessenten, so Bürgermeister Thomas Eckhardt (SPD).

Dachgeschoss

Im Dachgeschoss stehen weitere Flächen zur Verfügung, die noch nicht verplant sind. Erhalten bleiben soll die Aula, in der laut dem Bürgermeister bis zu 200 Leute Platz finden könnten. „Durch die Barrierefreiheit und den Abriss der Sporthalle könnten hier auch gewisse Sportaktivitäten von Vereinen stattfinden“, so Eckhardt.

Die Kosten

Die Gesamtkostenschätzung für die Neugestaltung liegt laut Konzept bei rund 6,3 Millionen Euro. 5,8 Millionen Euro davon würde die Stadt tragen, 500 000 Euro die evangelische Kirche. Wichtig dabei: „Wir erwarten eine 75- bis 80-prozentige Förderung aus dem Programm ‘Lebendige Zentren’“, so der Bürgermeister.

Es werde mit allen Akteuren versucht, die Baukosten durch Förderungen zu reduzieren. Fest steht: „Ohne Fördermittel wird das Projekt nicht stemmbar sein und wir werden es auch nicht umsetzen“, so Eckhardt. Bis das Projekt abgeschlossen sein könnte, würden noch zwei bis drei Jahre vergehen. Die Sporthalle könnte 2022 abgerissen werden, allein der Umbau für die Kita dauert ein Jahr.

Von Maurice Morth

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