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Feuerwehr Sontra stellt Wohnung auf Kasernengelände nach

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Das zur Verfügung gestellte Haus auf dem ehemaligen Kasernengelände.
Das zur Verfügung gestellte Haus auf dem ehemaligen Kasernengelände. © Julia Stüber

Wie man Menschen aus brennenden Wohnungen rettet, kann die Feuerwehr Sontra nun in einem eigenen Haus auf dem Kasernengelände üben.

Sontra – Es ist dunkel, die Räumlichkeiten sind durch den dichten Rauch kaum zu erkennen, Menschen werden vermisst. Wie geht man in dieser Situation vor? Solche Szenarien übt die Feuerwehr Sontra immer wieder. Dafür haben die Einsatzkräfte nun allerdings ein eigenes Haus. In der ehemaligen Husarenkaserne in Sontra kann die Feuerwehr viele Übungen durchführen.

Das Gebäude wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt. Verantwortlich ist die Einsatzabteilung Breitau, die das verlassene Haus hergerichtet hat. Dafür wurden insgesamt fünf Räume ausgestattet – mit alten Betten, Schränken, Sofas, Tischen und Spielzeug. So wird in dem Gebäude eine Wohnung nachgestellt. „Bei einem Brand verstecken sich Kinder häufig in Schränken oder unter dem Bett. Das ist eine typische Reaktion“, sagt Stadtbrandinspektor André Bernhardt.

Das zur Verfügung gestellte Haus auf dem ehemaligen Kasernengelände. 
Das zur Verfügung gestellte Haus auf dem ehemaligen Kasernengelände.  © Julia Stüber

Sontra: Feuerwehr hat neues Übungshaus

Für diese Übung wird der Raum vernebelt und ein Baby-Dummy im Schrank versteckt. Jetzt liegt es an den Einsatzkräften, das Zimmer abzusuchen und das Kind zu retten. Dabei ist auch die Kommunikation der Feuerwehrleute untereinander wichtig. Eine weitere Übung, die sich in dem Gebäude anbietet: das sogenannte Anleitern von tragbaren Leitern. Wenn die Treppe beschädigt und damit der Zugang zu den Etagen nicht möglich ist, müssen die Einsatzkräfte über die Fenster hereinkommen.

„Früher war in diesem Gebäude die dritte Kompanie eingesetzt“, erklärt André Bernhardt. Davon zeugen auch noch die bestehenden Waschräume der Soldaten, der ehemalige Waffenraum und der Bunker, der mit seinen dunklen Gängen eher an ein Szenario aus einem Horrorfilm erinnert. Auch in diesem Umfeld können sich die Feuerwehrleute vorstellen zu üben.

Auch im Bunker kann geübt werden. 
Auch im Bunker kann geübt werden.  © Julia Stüber

„Ein Einsatz bedeutet immer Stress. Es ist daher wichtig, dass wir regelmäßig üben und die Feuerwehr bei echten Einsätzen auf das Gelernte zurückgreifen kann. Und hier auf dem Gelände stören wir auch niemanden“, sagt André Bernhardt.

Von Julia Stüber

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