Neubau in Wichmannshausen

Sontra muss für Rettungswache drauflegen: Keine geprüften Schlussrechnungen

Beschäftigt die Stadt Sontra weiterhin: Für die neue Rettungswache in Wichmannshausen stehen noch Prüfungen aus.
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Beschäftigt die Stadt Sontra weiterhin: Für die neue Rettungswache in Wichmannshausen stehen noch Prüfungen aus.

Die Stadt Sonra hat nach wie vor keine geprüften Schlussrechnungen für den Neubau in Wichmannshausen. Die neue Rettungswache wird schon wieder teurer.

Sontra – Die Rettungswache in Wichmannshausen wird erneut um 70 000 Euro teurer. Am Dienstagabend beschloss die Stadtverordnetenversammlung Sontra für den Bau, der bereits seit knapp einem Jahr in Betrieb ist, die überplanmäßige Ausgabe.

Nach Aussage von Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt habe es der bauleitende Architekt es trotz mehrfacher Aufforderung bisher nicht geschafft, alle Schlussrechnungen zu prüfen und vorzulegen. Trotz der fehlenden Unterlagen könne aber prognostiziert werden, dass die bisherigen Mittel in Höhe 1 075 000 Euro für die Rettungswache nicht ausreichen werden.

„Wir sind alles andere als zufrieden mit der Abwicklung der Baumaßnahme“, sagt Eckhardt. Deshalb würden nun auch noch ausstehende Honorarzahlungen bis zur ordnungsgemäßen Schlussabrechnung an den Architekten zunächst nicht bezahlt.

Unterdessen haben auch beteiligte Firmen die Stadt Sontra auf Verzug gesetzt. „Wir können die Rechnungen nur freigeben, wenn der Architekt die baufachliche Prüfung abgeschlossen hat“, sagt Eckhardt. Die Firmen hätten allerdings bereits Abschlagszahlungen erhalten. Die Verzugszinsen von 6,5 Prozent für noch ausstehende Rechnungen solle von dem Honorar für die Planungsleistungen des Architekten abgezogen werden.

Altbauförderung

Die Stadt Sontra hat jetzt ihre seit 2015 geltenden Richtlinien für die Förderung beim Erwerb von Altbauten geändert. Künftig müssen die Gebäude, deren Erwerb die Stadt aus eigenen Mitteln unterstützt, mindestens 50 Jahre alt sein.

Die Stadt hatte die Förderung 2015 als freiwillige Aufgabe eingeführt, um Leerstand im Stadtgebiet zu verhindern. „Dieses Programm ist ein Erfolgsprogramm“, sagte Eckhardt. In den vergangenen Jahren habe die Stadt 13 Abrisse von Altbauten, zwei Gutachten und 80 Maßnahmen für Einzelgebäude gefördert. Die Förderung läuft jeweils über sechs Jahre. Mit der Erhöhung des Gebäudealters wolle man nicht die Förderung reduzieren, sondern „steuern“.

Gebrauch von der Altbauförderung kann machen, wer eine Immobilie älter als 50 Jahre innerhalb des Stadtgebietes von Sontra erwirbt. Über sechs Jahre zahlt die Stadt einen Grundbetrag von 400 Euro jährlich, für jedes mit im Haushalt lebende Kind bis 18 Jahre weitere 100 Euro. Der Höchstbetrag der Förderung ist auf 700 Euro jährlich gedeckelt.

2015 hatte die Stadt Sontra zunächst 25 000 Euro in den Haushalt eingestellt, wegen der vielen Verkäufen den Haushalten 2020 und 2021 aber zuletzt 55 000 Euro eingestellt.

B-Plan verabschiedet

Den Bebauungsplan für das Gebiet „Hinter der Mauer/ Burhaver Straße“ hat die Stadtverordnetenversammlung jetzt beschlossen. Grund der B-Plan-Änderung ist der Umzug des Lebensmittelmarktes von der Burhaver Straße an die Mühlbergstraße. Der separate Getränkemarkt an der Burhaver Straße soll dann in das frei werdende gegenüberliegende Gebäude einziehen. Der Brief- und Paketstützpunk an der Mühlbergstraße soll in den jetzigen Getränkemarkt umziehen.

Ruhender Verkehr

Mit der Zustimmung zu einer Vertragserweiterung des Ordnungsbehördenbezirkes sollen die Mitarbeiter des Eschweger Ordnungsamtes künftig befugt sein, auch in Sontra den ruhenden Verkehr zu überwachen. Bisher wurde über den Verbund nur der fließende Verkehr überwacht.

Von Stefanie Salzmann

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