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Sontraer Pfarrer Axel Aschenbrenner tritt Pfarrstelle in Niedervellmar an

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Von: Kristin Weber

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Pfarrer Axel Aschenbrenner tritt nach sieben Jahren in Sontra nun in Niedervellmar eine Pfarrstelle an.
Pfarrer Axel Aschenbrenner tritt nach sieben Jahren in Sontra nun in Niedervellmar eine Pfarrstelle an. © Kristin Weber

Pfarrer Axel Aschenbrenner war viele Jahre Pfarrer in Sontra, nun wechselt er in die Gemeinde nach Niedervellmar.

Sontra – Seit 2015 war Axel Aschenbrenner Pfarrer des evangelischen Kirchspiels Sontra. Es war seine erste Pfarrstelle nach der Ordination. Jetzt wechselt er nach Niedervellmar. „Es war keine leichte Entscheidung“, sagt der Pfarrer. „Ich hatte meine beste Zeit hier in Sontra.“

In Kassel geht der Pfarrer jedoch seinem großen Hobby nach, er singt in einem Kammerchor und hat deshalb dort viele Freunde. In Sontra habe er als Seelsorger immer die Nähe zu den Menschen gesucht, die Beziehungen seien über die Jahre hinweg gewachsen. „Das ist es doch, was das Leben ausmacht, die Momente, die man miteinander verbringt“, sagt er.

Sontra: Pfarrer Aschenbrenner wechselt nach Niedervellmar

Axel Aschenbrenner ist erst spät seiner Berufung gefolgt und Pfarrer geworden. Vorher war er 20 Jahre lang in der Sozialarbeit tätig und hat dann Theologie studiert. Kinder liegen ihm am Herzen. Er hat schließlich auch sechs eigene Kinder. In Sontra hat er sich deshalb stark in der Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien engagiert, etwa den evangelischen Kindergarten intensiv begleitet. „Da kommt der Sozialpädagoge in mir durch“, sagte er und lächelt. Aus seinem vorherigen Beruf konnte er viele Erfahrungen mitnehmen.

In der Jugendarbeit war es sein Ziel, mindestens ein Drittel jedes Konfirmanden-Jahrgangs an die Kirche zu binden. Die älteren Jugendlichen wurden als Teamer ausgebildet und begleiteten etwa Freizeiten oder halfen mit, Jugendgottesdienste zu gestalten. Dort gab Pfarrer Aschenbrenner ihnen die Möglichkeit, sich auszuprobieren und ihre Talente einzubringen. Er war auch Kreisjugendpfarrer.

Zeit um Abschied zu nehmen: Sontraer Pfarrer verlässt Gemeinde

Die Familienfreizeiten wurden in Sontra in den vergangenen Jahren immer gut angenommen. Als leidenschaftlichem Sänger ist ihm die Kirchenmusik wichtig. „Beim Singen kann man die tiefsten Glaubenserfahrungen machen“, gibt er zu. „Gerade, wenn man die großen Werke der Kirchenmusik singt, die gehen direkt ins Herz.“ In Sontra hat er deshalb viele Konzertreihen veranstaltet. Auch in Vellmar werden Kinder, Familie und Kirchenmusik die Schwerpunkte seiner Arbeit bilden. Die Coronapandemie hat es den Pfarrern im Kreis sehr erschwert, nah bei den Menschen zu sein. Aber auch in Sontra wurden hier kreative Alternativen gefunden und neue Wege eingeschlagen. Jeden Sonntag bekamen die Menschen von den drei Sontraer Pfarrern einen Brief mit Informationen und Zuspruch, sodass die Kirche dennoch präsent in ihrem Leben war.

Jetzt, da die Infektionszahlen zurückgehen, sei überall wieder eine neue Energie zu spüren, ein Aufbruch. Wer die Pfarrstelle von Axel Aschenbrenner übernehmen wird, steht noch nicht fest.

Sontra: Axel Aschenbrenner verlässt Gemeinde und geht nach Niedervellmar

In seiner Abschiedspredigt fragte der Pfarrer, was die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind, ohne die man nicht leben kann. Daneben gebe es die lästigen Pflichten und die Dinge, die im Grunde überflüssig sind. Jeder müsse für sich entscheiden, was was ist. „Und dabei die Freude nicht vergessen“, mahnt er. „Bei allem Schweren, das in der Welt passiert, brauchen wir die Augenblicke des Glücks, um Kraft zu schöpfen.“

Auch die Chöre und viele Vereine verabschiedeten sich in der Stadtkirche von ihrem Pfarrer Axel Aschenbrenner. Die Freiwillige Feuerwehr brachte einen Leiterwagen mit, von dem aus Aschenbrenner über das Kirchendach hinweg einen Rundblick von oben über die ganze Stadt Sontra werfen konnte. „Das was sehr beeindruckend!“, sagte Aschenbrenner am Ende.

Von Kristin Weber

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